"Fort unter schwebenden Lasten": DAS JAMES ist eröffnet! (Teil 1)

Dort, wo im Norden Deutschland gewissermaßen fließend in Dänemark übergeht – an der Flensburger Förde – wurde vor knapp einem Monat in einer ehemaligen Torpedostation der deutschen Marine das Boutiquehotel "Das James" eröffnet – mit gleich zwei bemerkenswerten Restaurants: "James Farmhouse" und "Das Grace".

Das regional typische "Moin Moin" zur Begrüßung durch die "James-family" klingt herzlich. Trotz des derzeit einzuhaltenden gebührenden Abstandes sieht man die Augen der Mitarbeiter hinter den Masken strahlen. Sie freuen sich, dass es endlich losgeht, sind bereit, den Gästen alle Wünsche von den Augen abzulesen.

Hotels mit historischer Geschichte sind immer ganz besonders beliebt. So ist es auch mit dem "Boutiquehotel Das James" in Flensburg Sonwik. Der einstige denkmalgeschützte Torpedostützpunkt mit Mauern in Bunkerqualität ist nun ein Sternehotel mit 81 Zimmern und Suiten. Vom Wasser der Förde aus gesehen bildet es die Mitte einer Reihe von Backstein-Marinekasernenbauten direkt am Ostufer, zu der auch die weiterhin aktive Marineschule Mürwik, das "Rote Schloß am Meer", gehört. Heute ist der Komplex nach fünf Jahren Planungszeit und eineinhalb Jahren Bauzeit anziehender Mittelpunkt eines nagelneuen Hafen-Wohn- und Szenegebietes nahe des alten Industriehafens.

Die Lobby des James Hotel in einer ehemaligen Torpedo-Werkhalle.
Die Lobby des James Hotel in einer ehemaligen Torpedo-Werkhalle.

 

"Fort unter schwebenden Lasten"

Produktionslärm und -hektik war gestern. Staunen über die raffinierte Umgestaltung der gewaltigen Torpedo-Werkhalle durch die Hamburger Agentur Thomas Korb. Transparent auf- und abgeteilt – entweder durch einen doppelseitigen Kamin für den "James Livingroom", durch Anrichten auf denen stilvolle Vasen mit ebensolchen Blumenarrangements den Blick nur "durch die Blume" zulassen. Mittels Podeste kuschelig gestaltete Ebenen für Gespräche oder um ein Buch aus der hervorragend sortierten Bibliothek zu lesen.
Durch die smokig-transparenten Vorhänge vor den historischen Fabrikfenstern entsteht eine ganz besondere Wohnlichkeit, der Blick auf die Förde mit dem 4-Sterne-Yachthafen und den begehrten Wasserhäusern blieb erhalten.

Die breite Palette der Farbgebung des behaglichen Mobiliars mit Retro-Tendenz wird unterstützt durch das geschickte Lichtdesign mit auffälligen Leuchtobjekten in den Raumbereichen. Für diese einzigartigen Kronleuchter und Standleuchten aus Fundglassteinen holte man sich Designerin Claude Wingenfelder ins Boot – zwei Jahre Handarbeit an diesen Unikaten, made in Schleswig-Holstein. Für den "guten Ton" sorgt die akustische Isolierung an den hohen Decken, verborgen hinter den alten Kranwagen und auffälligen runden Laufkatzen. Sie transportierten seinerzeit 2000 kg schwere Lasten, die Warnung "Fort unter schwebenden Lasten" steht noch immer auf den Eisenträgern. Der 12-fache Fliesenspiegel auf dem Eingangsboden zum Restaurant DAS GRACE ist ebenso gewagt wie die modernen Muster der Bunzlauer Gefäße im Geschirrsortiment. Alles zusammen ergibt ein harmonisches, stimmiges Ganzes.

THE LION, Flensburgs neue Anlaufstelle für geistige Getränke und besondere Stunden.
THE LION, Flensburgs neue Anlaufstelle für geistige Getränke und besondere Stunden.

 

Die Bar sticht ins Auge

"The Lion": THE LION ist ein Prunkstück mitsamt den hohen roten Lederdrehstühlen und ihren funkelnden Nieten – klassische Barkultur ohne Schnickschnack. Für Atmosphäre und Ambiente sorgt Barchef Mario Zils. Sein Weg ins THE LION führte über Topadressen wie 13 Jahre bei der weltweit bekannten Barlegende Charles Schumann in München. "Viele Bars, vor allem Szenebars wollen zu viel! Gute Klassiker müssten nicht neu erfunden werden", ist die Philosophie des 39-jährigen. "Es sollte nicht zu hell und nicht zu dunkel sein, nicht zu laut und nicht zu leise". Beim "Dark and Stormy" Drink mit Bermuda-Rum und Ginger-Beer kann man sich erinnern, dass die Rum-Stadt Flensburg durch eine lange Handelsgeschichte mit der Karibik verbunden ist.

Die exzellent sortierten Barkarte weist auch interessante Snacks auf wie u.a. das "Backensholzer Quattro": Viererlei heimischer Backensholzer Käse mit Tomate und Basilikum. Am Nachmittag hält Pâtissier Robert Stadtherr erlesen Süßes auf dem Kuchenwagen bereit, auf dem auch die "Dänische Plunder" nicht fehlen darf.

Frontcooking in zwei Küchen

Marinierter Ceviche vom Wolfsbarsch mit grünen Feldbohnen, Mais, Koriander, Granatapfel und Limetten.
Marinierter Ceviche vom Wolfsbarsch mit grünen Feldbohnen, Mais, Koriander, Granatapfel und Limetten.

 

Umgeben von Patchworkwänden aus alten Fenstertüren verbirgt sich das das Restaurant "James Farmhouse". Die Kochkunst von Chef Quirin Brundobler mit dem erfahrenen Sous Chefs Tobias Pagel bietet Feinschmeckern und solchen, die es werden wollen, Nordischer Küche mit vertrauten wie gewagten Geschmackskombinationen. Ein Ceviche vom Wolfsbarsch mit grünen Feldbohnen, Mais, frischem Koriander, Granatapfel und Limetten entspricht sowohl dem Förde-feeling als auch der Sehnsucht nach der Ferne.

Das "Erbsen-Risotto mit Haselnuss, jungem Spinat und Zuckerschoten" steht als Spezialität für sich. "Pikanter Label Rouge Lachs" aus Schottland wird auf der Haut gebraten, mit Süßkartoffeln, mit Mini Pak Choi und asiatischen Aromen abgeschmeckt. Der Rosé 2019 "la Demoiselle" Chateau de Montfaucon wuchs an der Rhône auf und bestärkt das mediterrane feeling, das unter anderem durch die leuchtend orangefarbenen Markisen an den Innenwänden entsteht.

Ohne sie geht in der Küche des James Hotels gar nichts: v.l.n.r.: Tobias Pagel, Sous Chef, Quirin Brundobler, Küchenchef, Norbert Fervágner, Sous Chef, Thorben Dethlefs, Sous Chef und Robert Stadtherr, Pâtissier.
Ohne sie geht in der Küche des James Hotels gar nichts: v.l.n.r.: Tobias Pagel, Sous Chef, Quirin Brundobler, Küchenchef, Norbert Fervágner, Sous Chef, Thorben Dethlefs, Sous Chef und Robert Stadtherr, Pâtissier.

 

Den insgesamt 18 Köchen bei der Zubereitung der Speisen in den beiden offenen Küchen zuzusehen ist für alle Gäste ein Vergnügen. Pasta und Pizza vor den Augen der Gäste selbstgemacht und nach deren Wünschen angerichtet. Die Küchenmeister lassen sich beim front cooking gern auf die Finger schauen. Das Frischebuffet, zum Teil in schicken Vitrinen-Schubladen, ist Augen- und Gaumenschmaus gleichermaßen.

Was sie auch beginnen, es wird ein Erfolg!

Hotel-Direktor Bernd Storch und Marketing& Sales-Chefin Christina Storch sind ein Erfolgsduo, verstehen sich als Teamplayer! War es noch vor Jahren der beindruckende "Business & Lifestyle Hotel Altes Stahlwerk" in Neumünster, der "Vitalhotel Alter Meierhof" im nahen Glücksburg wie zwischenzeitlich das "Sieben Welten Therme & Spa Resort" in Fulda stecken sie nun gemeinsam mit Investor Jan Pinno ihre gesamte Kreativität und Energie in dieses besondere Hotelprojekt, das für Flensburg etwas Neues und Besonders sein wird.

Dafür haben Sie erfahrenes Personal ausgewählt wie beispielsweise den F&B-Manager Christian Hemptenmacher, der in den besten Hotels und Restaurants in Deutschland und der Schweiz gearbeitet hat, u.a. im "Baur au Lac" Zürich und im "Haerlin" im HamburgerHotel "Vier Jahreszeiten".

Afternoon Tea.
Afternoon Tea.

 

An vielen Stellen zeigt sich die gemeinsame Affinität der "Macher" zum British Style, sei es der Hotelname, die Tweed-Westen des Personals, der klassischen reichhaltigen Afternoon Tea im "James Livingroom". Da sind es feinmürbe Scones mit clotted cream und home made Marmelade – oder "Hummer Cocktail Caprese" mit fangfrischem dänischem Hummer, dazu ein Glas Champagner Ruinart. Gern zitieren sie den britischen Schriftsteller John Galsworthy (1867 – 1933): "Tee zu servieren, zeugt von Geschmack für das Erlesene, denn Tee macht gesellig und höflich, er ist anregend und bescheiden."

Informationen:

DAS JAMES, James Hotel GmbH
www.dasjames.com 

James Farmhouse Restaurant
Frühstück 7-11 Uhr
Lunch 12-14 Uhr
Brunch 10-14 Uhr
Afternoon Tea/Kuchenwagen 14–17.30 Uhr
Dinner 18-22 Uhr

Bar THE LION, 12–22 Uhr

Restaurant & Bar DAS GRACE
Geöffnet Mittwoch bis Montag, 18–22 Uhr

Spa Restaurant THE ROOF, 9–14 Uhr
All day Karte von 12-20 Uhr für Hotel- und Day-Spa-Gäste

Fotos: Buero Korb GmbH, Das James, Marc-Oliver Schulz, Uta Petersen

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Zuletzt bearbeitet am 09/08/2020

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Autor

Uta Petersen

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