Japanfestival 2020 in Berlin: Manga, Mochi, Taiko-Trommler

Kunst, Kultur, Lebensart: Japan, das mit Tokio in diesem Jahr die Olympiastadt stellt, präsentierte sich auf dem Japanfestival in der Berliner Urania am 25. und 26. Januar 2020 zum 11. Mal in der deutschen Bundeshauptstadt!

450 Künstler und 120 Aussteller zeigten in zwei Sälen und auf zwei Konzertbühnen unter dem Motto "Land der aufgehenden Sonne" die faszinierende Vielfalt des Landes anhand wunderbarer künstlerischer wie kultureller Darbietungen. Sie zeigten aber auch japanisches Lebensgefühl und die Köstlichkeiten der japanischen Küche, die ja allein in Tokio mit über 230 Sterne-Restaurants aufwartet.

Musikalische Darbietung...
Musikalische Darbietung auf dem Festival...

 

Natürlich war das Festival auch eine Werbung für den Tourismus nach Japan. Mit dabei war der Reiseveranstalter Geoplan, der mit einfühlsamen Präsentationen sogar zu Wanderreisen zwischen Tokio und Kyoto verlockte. Das japanische Fremdenverkehrsamt und Japans Fluggesellschaft ANA All Nippon Airlines mit den meisten Direktflügen von Deutschland nach Japan promoteten indes nicht nur die kommende Sommerolympiade.

Schwerpunkte waren z. B. die Präfekturen Okinawa und Shizuoka, die Region um den heiligen Berg Fuji. Special guest war auf Einladung der japanischen Botschaft der Taiko Drummer Itchitaro. Festivalgründer und -veranstalter Christian Wagner verwöhnte tausende Besucher auch mit inspirierender japanischer Tradition. So waren drei die traditionelle japanische Laute spielenden Damen des Berliner Vereins Shamisen ein Höhepunkt.

Auch das jüngere Publikum war – stilecht – begeistert...
Auch das jüngere Publikum war – stilecht – begeistert...

 

Sie waren als einzige in Deutschland dieses faszinierende musikalische Erbe. Eigentlich ein Straßeninstrument, sollte es schon im 18.und 19. Jahrhundert Aufmerksamkeit erregen. Top waren natürlich auch die Taiko-Trommler von Tengu Daiko, Mezzo-Sopranisten Setsuko Oshiro Jeanneret, das japanische Blasorchester "Band Japan – Berlin" und das Taiko-Fusion-Projekt Shambala, eine traditionelle Kimono-Präsentation mit Kostümwissenschaftlerin Ann-Dorothee Schlüter und Kimono-Meisterin Yoko Sawasan.

Das jüngere Publikum fokussierte sich z. B. auf die Gothic Lolita-Style-Modenschau. Hinzu kamen Manga-Dance-Anime-Acts für die zahllosen Teens, die das Festival in perfekter Manga-Kleidung bereicherten. Kein Wunder. Gleich eine ganze von vier Ausstellungsetagen war den Mangas, diesem speziellen japanischen Phänomen gewidmet.

Sushi gab es natürlich auch!
Sushi gab es natürlich auch!

 

Aber natürlich waren, vor allem in der auch für Gourmets hochinteressanten obersten Etage auch jenseits von Bubble Tea zum Lolita-Look neben Go, Ninja und Bogenschießen, japanischen Kunstdrucken, Kimonos, Go, Origami oder Shiatsu-Massagen Japans kulinarische Köstlichkeiten zu goutieren: etwa Sushi, Matcha-Schokolade, Pokies, japanische Backwaren, Onigirazu, japanischer Whisky und herrliche Mochi-Eissorten.

Scher angesagt waren auch japanische Glückstaschen, die lucky bags. Hochinteressant war zudem das Angebot des Japan-Garten Feldberg Keiss-En in der mecklenburgischen Feldberger Seenplatte (www.japangartenfeldberg.de). Dort bei Familie Keiss kann man sogar japanisch essen, bei Akiko Hashimoto Kochkurse belegen und im Ryokan allein oder zu zweit im Juli und August stilecht japanisch übernachten.

Lucky bags...
Lucky bags...

 

Fotos: J. Sorges

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