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Schmackhaftes von der See

Ein Hohlkörper ist die Basis. Kugelförmig ist sie zumeist. Mit 62 Artgenossen liegt der kleine Schokoball auf einer kleinen Palette vor uns, wartet auf Füllung und Kuvertüre.

Erfunden hat das End-Schokoprodukt der deutsche Koch von César de Choiseul, dem Grafen von Plessis-Praslin. Und nach eben jenen wurde das hochkalorische Produkt benannt: die Rede ist, das wissen Sie längst, von der Praline.

Mindestens 25 Prozent Schokoladenanteil muss das bissengroße Erzeugnis vorweisen um den Namen ‚Praline‘ tragen zu dürfen. Andernfalls darf es nur ‚Konfekt‘ genannt werden. Und wegen der meist recht aufwendigen Herstellung gilt sie gemeinhin als Krönung der Chocolatierskunst. Zu Recht?

Es geht auch einfach

Oftmals lassen sich scheinbar schwierige Prozesse ein wenig vereinfachen. So auch bei der Pralinenherstellung. Zahlreiche Geschäfte bieten heute Rohlinge, sogenannte Hohlkörper, an, die lediglich noch einer Füllung und Ummantelung bedürfen. Ein kreisrundes Loch ermöglicht das Einspritzen der Füllung, wahlweise mit Ganache, Nougat, Früchten, Marzipan oder Ähnlichem.

Abschließend wird mit flüssiger Kuvertüre das Loch verschlossen, gekühlt, ehe die Praline in der warmen Kuvertürenflüssigkeit einen Mantel bekommt. Ein finales Überstreuen mit Kakao, Puderzucker oder Kokosflocken - und fertig ist die Praline. Ein Vorgang, der nach getaner Vorarbeit nur Minuten dauert. In der kleinen Patisserie der Upstalsboom Hotelresidenz in Kühlungsborn drängen sich mehr als zehn Teilnehmer des Pralinen-Workshops um die Töpfe mit flüssiger Schokolade.

Hier wird gespritzt, gerollt, probiert und fotografiert. Fast jeder der Anwesenden macht Fotos mit dem Handy oder Fotoapparat. Denn Pralinen-Workshops, die gibt es nicht alle Tage. Und als finale "Belohnung" erhält jeder der frischgebackenen Chocolatiers eine kleine Schachtel mit selbst gefertigten Pralinen.

"Alles ab was stört"

Dieser und andere Workshops sind Teil der Kühlungsborner Gourmet-Tage 2014. Über drei Wochenenden wird an der Ostsee gebrutzelt, geschlemmt und gefeiert. Zahlreiche Events werden durch die verschiedenen Gastronomen der Gourmet-Tage veranstaltet. So auch in der Küche im Neptun-Hotel in der Strandstraße. Geschäftsführer Wofgang Dierck empfängt die Gäste zum Workshop "Alles um den Wolfsbarsch" und führt die Teilnehmer in die Küche. Und dort wartet bereits Yves Kalweit.

"Zunächst muss vom Wolfbarsch alles ab was stört. Wollen wir diesen Fisch richtig zubereiten, müssen die Flossen – und ganz besonders die scharfen und spitzen Rückenflossen – abgeschnitten werden", erklärt Küchenchef Kalweit. Gesagt getan, dem Fisch geht’s ans Leder – oder besser: die Haut. Kurz entschuppt und filetiert, wandert der Winzling fix in die Pfanne.

Einige seiner Artgenossen können über einen Meter lang werden. Vor uns in der Pfanne räkelt sich allerdings gerade mal ein handgroßes Filet. Mit ein wenig Chutney jedoch ein genügender Nachmittagssnack.

Antikes im edlen Ambiente

Das Wilhelms, Gastraum des Neptun Hotel, bildet eine kontrastreiche Kulisse zum emsigen Treiben in der offenen Küche. Die Tische sind strahlendweiß eingedeckt, edel und gepflegt präsentiert sich der Speiseraum.

Geschäftsführer Wolfgang Dierck, selbst gelernter Koch, berichtet stolz von der Einrichtung des Restaurants: "Der Mahagoni-Boden wurde aus England importiert, ebenso die Lampen und das über 100 Jahre alte Buffet." Wuchtig steht das Möbelstück in der Mitte des Raumes, trennt formvollendet Speise- von Eingangsbereich.

Da geht noch mehr

Dieses und andere Events sind Bestandteil eines kulinarischen Termins, der mittlerweile in der dreizehnten Auflage an der Kühlungsborner Ostseeküste die Genießer an die Tische ruft. Diesjährig hat sich mit Tillmann Hahn ein ehemaliger Sternekoch in den Reigen der Veranstalter eingefügt. Vielleicht ist dies auch der Startschuss in eine neue Zeitrechnung, der zukünftig noch mehr prominente Küchenprotagonisten nach Kühlungsborn lockt.
Weitere Informationen finden Sie unter

www.upstalsboom.de/hotels/hotelresidenz-spa-kuhlungsbornund www.neptunhotel.de

Fotos: Michael Schabacker

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Zuletzt bearbeitet am 21/08/2016

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