Berlin: Donna Sophia aus dem Ofen

Ausgefallene Kreationen bei der "True Italian Pizza Week" in Berlin...

Diese Pizza scheint ein Kandidat für die nächste Kohlfahrt zu sein. Mit Boßeln, Bier und Schnaps, eben dem ganzen Programm. Jedenfalls lassen Farbe und Konsistenz des Belags stark auf Grünkohl schließen. Doch Tosh Dierschka gibt sogleich Entwarnung. Das sieht nur so aus, versichert der Inhaber des "Il Pizzaiolo" in Berlin-Kreuzberg. Tatsächlich seien es eingelegte Endivien, "Scarola" auf Italienisch. Und so nennt sich diese herrlich pikante Pizza auch. Weitere Zutaten: Provola, also geräucherter Mozzarella, Oliven und Kapern.

Seit Dezember 2019 gibt es nun das geräumige Lokal in Berlin-Kreuzberg. Typische neapolitanische Pizza steht hier auf der Speisekarte, mit Zutaten höchster Qualität, die direkt aus Kampanien kommen. Das Lokal zählt zu den 30 Top-Pizzerien in der Hauptstadt, die vom 15. bis 21. Oktober an der "True Italian Pizza Week" teilnehmen. Das Event findet nicht nur an der Spree, sondern zeitgleich auch in Hamburg, Leipzig, Hannover, Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Stuttgart und München statt. Für ganze zwölf Euro bekommt man dann eine authentische Pizza der Spitzenklasse, zwei Sorten stehen dabei zur Auswahl, mit einem Aperol Spritz.

Pizza... und dazu einen Aperol Spritz.
Pizza... und dazu einen Aperol Spritz.

 

Eigens für die "Pizza Week" haben Tosh und seine Mitarbeiter zwei Pizzen kreiert, die nicht auf der Speisekarte stehen. Umso klangvoller die Namen: "Donna Sophia" und "Positana". Die nach Sofia Loren benannte Pizza, pikant und fruchtig zugleich, wurde mit mildem Fiordilatte-Mozzarella, Sardellen und gelben Piennolo-Tomaten von den Hängen des Vesuvs belegt. Eine Delikatesse, so süditalienisch wie die temperamentvolle Darstellerin. Eine milde Zucchinicreme ersetzt die meist obligatorischen passierten Tomaten, so können die Piennolo-Tomaten ihren Eigengeschmack voll und ganz entfalten. Bei der "Positana" sorgen große Stücke der Salsiccia, der typisch italienischen Bratwurst, und Thymian für eine würzige Deftigkeit, den der Provola noch unterstreicht. Für eine herbstliche Note sorgt hier die leicht süßlich, leuchtend gelbe Kürbiscreme. Entsprechend der Saison.

Es sind eben keine Pizzen von der Stange, die in diesem Lokal serviert werden. Auch wenn der Inhaber alles andere als ein waschechter Italiener ist. Spielt auch gar keine Rolle. Viel wichtiger ist, dass er das "True Italian" lebt, in seiner Leidenschaft für die italienische Küche und in seiner hervorragenden Kenntnis der entsprechenden Produkte. Die hat sich Tosh durch seine unzähligen Reisen nach und nach angeeignet. Den Rest erledigt Emanuele Bruni. Der waschechte Pizzabäcker aus Neapel bearbeitet routiniert den Hefeteig, der zuvor 24 Stunden geruht hat. So entstehen die typischen Luftblasen, die hier ausdrücklich erwünscht sind. Die langsam rotierende Scheibe im Ofen sorgt dafür, dass mehrere Pizzen gleichzeitig gebacken werden können.

Eine Woche lang Pizza: die True Italian Pizza Week.
Eine Woche lang Pizza: True Italian Pizza Week.

 

Nun serviert Emanuele eine weitere Pizza, die "Salsiccia und Friarielli". Erneut sieht es darauf verdächtig stark nach Grünkohl aus. Stimmt wieder nicht, aber kommt der Wahrheit zumindest etwas näher. Es handelt sich dabei um Friarielli, also gedünstetem Stängelkohl, der vor allem in Apulien und Kampanien angebaut wird. Tosh: "Zusammen mit Bratwurst eine beliebte neapolitanische Spezialität".

https://trueitalian.top/events/pizza-week-berlin20/

Fotos: Salvatore Monetti, Aline Ponce, Blandine JOANNIC (Pixabay)

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