Pio Cesare: ausdrucksstarke Kunstwerke aus Aromen und Düften

Bereits 1881 gründete Pio Cesare das gleichnamige Weingut. Schon damals glaubte der passionierte Winzer an das enorme Potenzial der Rebsorten aus dem Piemont, wie Barolo, Barbarsco und Barbera. Heute gehört das Traditionshaus, das in fünfter Generation Wein produziert, zu den Aushängeschildern des Landes.

Sein Sitz befindet sich mitten in der Altstadt der Trüffelhochburg Alba. Angrenzend an römische Mauern gehen die Keller vier Stockwerke in die Tiefe. So sind die konstanten Temperaturen und die entsprechende Luftfeuchtigkeit in den Kellern für den Stil und die Qualität der Weine maßgebend. Mit sensiblen Gespür für das Terroir wurden in dem Weinhaus schon immer Weine von höchster Qualität und enormen Alterungspotential produziert.

Im Jahr 1881 gründete Pio Cesare in Alba in der Nähe der Kathedrale seinen kleinen Weinbaubetrieb / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber
Im Jahr 1881 gründete Pio Cesare in Alba in der Nähe der Kathedrale seinen kleinen Weinbaubetrieb / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber

 

Traditionell zu sein, bedeutet für die Familie des Weinguts, dem Stil treu zu bleiben, den die Weine in den Jahren ihrer Geschichte immer gezeigt haben. Dazu gehört es unter anderem die Erträge in den Weinbergen zu begrenzen und auf Qualität statt auf Quantität zu achten. In den Weinbergen werden keine Saisonarbeiter beschäftigt, sondern vom Rebschnitt bis zur Ernte werden möglichst dieselben Mitarbeiter eingesetzt. Die Weine enthalten keine chemischen Rückstände. Die Familie ist überzeugt, dass es sogar in anspruchsvollsten Jahren möglich ist, einen großen Wein zu produzieren, denn es werde immer wenigstens kleine Mengen qualitativ hochwertiger Trauben geben, die jedes Jahr große, raffinierte Weine ermöglichen.

Um das Dorf Treiso befinden sich Rebflächen von Pio Cesare / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber
Um das Dorf Treiso befinden sich Rebflächen von Pio Cesare / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber

 

Heute bewirtschaftet die Familie rund 70 Hektar in den besten Lagen des Piemont. Als ein Paradebeispiel für das Vorzeigeweingut gilt der Piodilei Chardonnay 2017. Die Trauben für den ungemein komplexen Wein wachsen in der Einzellage Il Bricco, von der auch die preisgekrönten Barbaresco-Crus stammen. Der vielschichtige Chardonnay gefällt durch sein volles Bukett, das Aromen von Kräutern, Butter, Vanille, Eiche, gelben Früchten und etwas Maronen enthält. Beeindruckend ist auch der lange, intensive Abgang.

Ein Höhepunkt für die Barbera-Palette stellt der Barbera d'Alba Superiore FIDES Vigna Mosconi 2018. Die Trauben für den Rotwein stammen vom Familienweingut "Colombaro" in der Nähe des berühmten Ornato-Guts in Serralunga d'Alba. Gemäß der Übersetzung des lateinischen Wortes "Fides" bewies die Familie Vertrauen als sie dort Barbera anstelle von Nebbiolo anpflanzte, aus dem ein großer Barolo hätte entstehen können. Vertrauen, das sich gelohnt hat, denn der Fides zeigt ein spannungsreiches Bukett aus einer Melange von reifen dunklen Früchten und Mineralität. Sanft, aber intensiv. Finesse und Vollmundigkeit sind bei dem wunderschönen Abgang noch lange schmeckbar.

Im Sternerestaurant Le Ciau del Tournavento ist unter anderem der Chardonnay von Pio Cesare auf der Weinkarte gelistet / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber
Im Sternerestaurant Le Ciau del Tournavento ist unter anderem der Chardonnay von Pio Cesare auf der Weinkarte gelistet / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber

 

Streng nach dem alten Familienrezept und Tradition stellt Pio Cesare seit 1881 den Barolo classic 2016 her. Er besteht aus einer Mischung aus den sieben Weinbergen im Familienbesitz, die sich bei den fünf Dörfern Serralunga, Monforte, La Morra, Grinzane Cavour und Novello der Barolo-Region befinden. Die unterschiedlichen Charaktere wie Eleganz, Langlebigkeit und das Spiel der Düfte spiegeln sich in dem Ausnahmewein. Das ausdrucksstarke Kunstwerk aus den Aromen von Blüten, Orange, Zimt, Tabak, Vanille, Kirschen sowie ein voller Körper und wunderbar polierte Tannine gefällt ebenso wie der lange Nachhall.

Ebenfalls ein wunderbarer, eleganter Wein ist der Barbaresco classic 2016. Die Trauben stammen von vier verschiedenen Weinbergen aus den beiden Dörfern Treiso und San Rocco Seno d’Elvio. Im leicht blumigen Bukett sind Noten von Kirschen, Holz, Tabak, Pfeffer und Minze zu vernehmen. Zunehmend entwickelt sich der betörende Aromenstrauß am Gaumen. Ein weicher, harmonischer und zugleich inspirierender Wein, der wie alle Edeltropfen von Pio Cesare ins Schwärmen geraten lässt.

Pio Cesare, https://www.piocesare.it

 

Impressionen:


Fotos: Carola Faber

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Zuletzt bearbeitet am 06/05/2020

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Autor

Carola Faber

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