Kiel: Haveli lockt mit authentischer indischer Küche

Haveli lautet der Name eines neuen Restaurants in Kiel, dessen Übersetzung so viel, wie kleiner Palast bedeutet. Mehrere Jahre hat die Gastronomen-Familie Bhinder an der Realisierung eines authentischen indischen Restaurants gearbeitet.

Ein lohnenswertes Engagement, denn der gute Ruf hat sich längst herumgesprochen. Wer einen Platz in dem geschmackvollen Ambiente der Gründerzeitvilla ergattern möchte, sollte sich rechtzeitig anmelden. Während sich im Souterrain die Bar Hundert befindet, ist das Restaurant im oberen Stockwerk eingerichtet. Dort gibt es eine Vielfalt an schmackhaften Gerichten, die selbstverständlich alle handgefertigt sind.

Verantwortlich für die Kochkunst ist der hochdekorierte Inder Preetam Singh Sodi, der unter anderem als "Asian Cuisine Chef of the year 2016" nominiert war. "Uns ist die Authentizität sehr wichtig. Das Küchenteam besteht nur aus indischen Köchen. Wir möchten unsere traditionellen Rezepte und Aromen in das 21. Jahrhundert transferieren", bestätigt Inhaber Amin Bhinder.

Frisches Brot aus dem Ofen...
Frisches Brot aus dem Ofen...

 

Herzstück der Küche stellen zwei, mit Messing ummantelte, traditionelle Lehmöfen dar. Sie wurden eigens aus England importiert. Diese Tandooris werden am Boden befeuert. Wenn sich starke Hitze entwickelt hat, wird darin unter anderem das Parantha Brot gebacken. Dafür stellt der Koch mit seinem Unterarm im Inneren des Ofens die Temperatur fest. "Der Arm funktioniert quasi wie ein Thermometer, das können nur die sehr erfahrenen Köche", erklärt Amin Bhinder.

Der weiche Brotteig wird an der Innenseite des Tandoors zum Backen quasi angeklebt, was nur gelingt, wenn die Temperatur stimmt. Auf der äußeren Seite wird der Teig goldbraun – auf der inneren knusprig. Das Parantha Brot wird für jede Mahlzeit frisch zubereitet. Hauptgerichte der indischen Küche sind die anspruchsvollen Currys. Sie bestehen aus diversen Zutaten, die genau aufeinander abgestimmt sein müssen. Meist wird das Fleisch, das Gemüse oder die Sauce mit sechs bis 20 verschiedenen Gewürzen angereichert.

Tiger Garnelen und Lamm aus dem Lehmofen

Die indische Gourmetreise startet mit Passion Fruit Mango Spherification, marinierten Tiger Garnelen aus dem Lehmofen mit Joghurt und Minz-Chutney, einem Old Delhi Aloo Papdi Chaat Haveli Style und Cafreal New Zealand Lamm Cutlet.

Farbenfroh...
Farbenfroh...

 

Absolute Höhepunkte sind die Hauptgerichte, wie Panir und Erbsen in würziger Tomatensauce auf hausgemachtem Hüttenkäse mit grünen Erbsen, Ingwer und Zwiebeln, das Goan Prwan Curry und schließlich das Curry vom Neuseeland-Lamm nach Kashmir-Art mit Tomaten, Zwiebeln, Fenchel, trockenem Ingwer und Nelken. Die Vielschichtigkeit und zahlreiche Geschmacksnuancen regen bei jedem Gang zum kulinarischen Schwelgen an. Gut gewürzt, nicht zu scharf, aber immer als charaktervolle Zubereitung begeistern die abwechslungsreichen Gerichte, inklusive einer gelungenen Weinbegleitung mit einem Riesling Quant trocken 2018 von Carl Loewe, Viña Zorzal Rioja 2015 und einem Lamole di Lamole Chianti Classico DOCG 2015.

Fazit: Haveli - modern interpretierte sehr schmackhafte indische Küche in einer mehr als einhundert Jahre alten Villa.

Haveli, https://www.haveli-kiel.de/

Fotos: Carola Faber

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Zuletzt bearbeitet am 24/02/2020

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Carola Faber

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