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Internationale Grüne Woche 2020 (Teil 1 - Finnland und Estland)

Finnland und Estland sind eigentlich froh, keine Könige oder gar Zaren mehr auf ihrem Territorium zu haben. Seit nun gut 100 Jahren sind sie endlich wieder selbständige Republiken und wollen dies auch bleiben!

Dennoch trumpft auch Finnland mit königlichem Backschinken, dem "Kunkku Kinkku" auf. Und natürlich darf auch fein aufgeschnittener Saunaschinken nicht fehlen. Oder dürfen es lieber eine finnische Lachssuppe (Lohikeitto) oder Finnlands Nationalgericht zum Kaffee, das Blaubeerhefeteilchen Mustikapullat sein? Überhaupt sind die Finnen in diesem Jahr erneut wieder stark mit Oats, Getreideflocken, vertreten, mit denen sie auch Superfood-Produkte kreieren und die globale Müsli-Szene erfolgreich aufmischen. Wie 2019 Jahr wirbt Finnland wieder mit dem Slogan "Aus der Wildnis"! zurecht! Denn "Food from Finland" ist natürlich lecker, aromatisch, innovativ, gesund und ökologisch.

So gelten finnische Nahrungsmittel als die reinsten in der EU, was etwa pestizidrückstände anbelangt. Das Land der 1000 Seen hat die sauberste Luft, das reinste Grund- und sagenhaftes Quellwasser, dazu eine Vielfalt an Wildbeeren und Pilzen, schließlich eine florierende Hafer-Exportwirtschaft, die Finnlands neue Generation experimentierfreudiger junger Köche auch in Smoothies einsetzen. Oder darf es lieber gleich ein Heuschrecken-Sandwich mit Hartkäse und frischem Thymian sein?

Bier: großes Thema in Finnland...
Bier: großes Thema in Finnland...

 

Und natürlich setzt Finnland, wie auch das Nachbarland Schweden gegenüber in der Halle, auf die rasch wachsende Craft Beer-Szene, die heute allein 27 Brauereien und Destillen umfasst. Aber da gibt es nun eben auch sagenhaft leckeren finnischen Gin aus purem Roggen etwa aus der sogar mit einem Weltmeistertitel gekürten Destille Kyrö, es hat finnischen Wodka, Obst- und Beerenweine. Appetit auf mehr? Dann sollte man rasch noch den Stand der Tourismusorganisation Visit Finland aufsuchen, um sich Suomis Schönheit noch näher bringen zu lassen.

Gleiches macht auch das estnische Fremdenverkehrsamt Visit Estonia: Hier wird z. B. die weniger besuchte Ostseeinsel Hiiumaa vorgestellt. Diese "Taginsel" ist mit 965 km² nach Saaremaa, der alten Insel Ösel, die zweitgrößte estnische Insel. Die waldreiche Insel bildet mit den Nachbareilanden seit 2017 die Große Landgemeinde Hiiumaa – und punktet mit herrlicher, unverbrauchter Natur und einer langen, mindestens bis in 4. Jh. n. Chr. und die Gotenwanderung zurückdatierender Geschichte. Und natürlich hat sie auch die vielfach noch unentdeckten kulinarischen Schätze Estlands parat.

Denn schon 2015 erhielt Hiiumaa den Eden Award der EU für die Förderung des "Speisetourismus". Und zumindest der Öko-Brauerei Hiiu Õlle Koda muss man beim Besuch der für ihre Witze berühmten Insulaner die Referenz erweisen. Und natürlich kommt auch hier der Saunaschinken aus der Rauchsauna und Estlands Nationaldessert Kama auf den Tisch. Überhaupt ist das nördlichste Land im Baltikum schon seit 15 Jahren das Land schlechthin in der östlichen Ostsee, wenn es um Kulinarisches für Gourmets geht.

Stand mit Getränken aus Estland...
Stand mit Getränken aus Estland...

 

Und natürlich trägt auch die Ostsee, die hier Westsee heißt, einen wenn auch kleinen Teil dazu bei. Herausragend ist aber Estlands neue Küche, gespeist durch einzigartige und vielfältige Bioprodukte aus dem Hinterland, die es zu entdecken gilt. Seien es nun Wildschwein-, Elch-, oder gar Bärenbraten, leckere Neunaugenfilets aus der Narwa, sagenhaft leckere Säfte und Cider, Traditionsgerichte und uralte Zwiebelsorten vom Peipussee oder Tallinns auch dank neuer Craft-Beire pulsierende Altstadt-Szene mit den besten, auch vegetarischen Restaurants im gesamten Baltikum.

Info Estland: www.visitestonia.com
Info Finnland: www.visitfinland.com

Fotos: Ellen Spielmann, Jürgen Sorges

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