Gault & Millau bewertet TOP-Restaurants in Ljubljana

In Ljubljana stehen die Gewinner des internationalen Restaurantführers Gault & Millau fest. Beim November Gourmet Festival wurden von Mira Semic, Direktorin von Gault & Millau Slovenia, die Namen der Restaurants mit den höchsten Bewertungen für das Jahr 2020 bekannt gegeben.

So erhielt das Restaurant Strelec den Spitzenplatz mit vier Hauben und 17 Punkten. Mit drei Hauben, beziehungsweise 16,5 Punkten wurden die Restaurants JB und Maxim bewertet. Das Atelje erhielt 15,5 Punkte und drei Hauben. Ebenfalls über drei Hauben und 15 Punkte freuen sich die Chefköche der Restaurants Gostilna AS, Cubo und Harfa. "Mit seinen Gerichten weckt Chefkoch Igor Jagodic die Kulinarik der Vergangenheit zum Leben und kombiniert diese mit zeitgenössischen Gourmet-Erlebnissen. Lobenswert ist der freundliche, kenntnisreiche und gut ausgebildete Service, eine kreative Weinkarte sowie die Empfehlungen für eine exzellente Weinbegleitung zu den Speisen", schwärmen die Tester vom Restaurant Strelec.

ie Gewinner des Gault & Millau 2020 in Lubljana / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber
Die Gewinner des Gault & Millau 2020 in Lubljana / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber

 

Im Rahmen des Ljubljana Quality Project überprüft Ljubljana Tourismus die Qualität des Tourismusangebots und fördert das Beste, was Ljubljana zu bieten hat. So arbeitet seit 2019 das Projekt mit Gault & Millaus dem renommierten Gastronomieführer zusammen. Experten des Gault & Millau-Führers bewerten unter anderem Restaurants, Lebensmittelbetriebe, Hotels, Pop´s, Textil- und Juweliergeschäfte nach sorgfältig vorbereiteten Kriterien und unter Verwendung anonymer Gutachter, die den Betrieb unangemeldet besuchen. Besonderes Augenmerk wird auf bestimmte lokale Elemente gelegt, die einen authentischen Charakter wiederspiegeln. Die am besten bewerteten Betriebe erhalten das Ljubljana-Gütezeichen. Die Empfänger des Siegels zeigen durch ihre Arbeit, dass die Lebensmittelproduktion in Ljubljana auf hohem Niveau ist, dass die Lebensmittel sicher und gesund sind und dass Slowenien - ausgewählt als Europäische Region der Gastronomie 2021 - ein Land ist, bei dem Gastronomie erfolgreich mit den Prinzipien des nachhaltigen Tourismus kombiniert wird.

Das Siegergericht mit dem Titel Neuer Geschmack Ljubljanas 2019 / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber
Das Siegergericht mit dem Titel Neuer Geschmack Ljubljanas 2019 / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber

 

Der Kulinarik auf der Spur

Längst hat sich der hervorragende Ruf der slowenischen Küche mit ihren ausgezeichneten Chefköchen, die auf lokale Zutaten und Kreativität setzen, bei anspruchsvollen Feinschmeckern herum gesprochen. Die Bedingungen sind optimal: frisches Gemüse und Früchte aus heimischen Gärten, Getreide von den Feldern, Wildgemüse und Wildkräuter aus der üppigen Natur sowie traditionell zubereitete Fleisch- und Milchprodukte von frei weidendem Vieh und auch der Honig der slowenischen Bienen sorgen für die reichhaltige Vielfalt der Speisekarten.

Ein kulinarischer Rundgang durch die Hauptstadt des Landes beweist die Fülle der Gaumenfreuden. Angefangen beim Qualitätsimbiss bis zum Gourmetrestaurant begeistert das Angebot durch Frische, Kreativität und Qualität.

Fastfood at its best: Preisgekrönte Klobasarna wird mit Semmel, Senf und Meerrettich serviert / Kulinariker.de, Foto: Carola Faber
Fastfood at its best: Preisgekrönte Klobasarna wird mit Semmel, Senf und Meerrettich serviert / Kulinariker.de, Foto: Carola Faber

 

So stellen bis heute elf zertifizierte Produzenten die original Krainer Wurst noch immer nach einer geschützten Rezeptur aus dem Jahr 1896 her. Erstklassige Kostproben sind im Krainer-Tempel Klobasarna erhältlich. Die Bezeichnung „Krainer" stammt aus den Zeiten der Österreichisch-Ungarischen Monarchie vom Anfang des 19. Jahrhunderts. "Das älteste Rezept für die Krainer Wurst wurde von der berühmten Köchin Katharina Prato auf einer ihrer Reisen durch die Region Krain aufgeschrieben. 1896 wurde das Rezept im Buch “Süddeutsche Küche” (Erstausgabe 1858) festgehalten. Die erste schriftliche Verwendung des Begriffes im Slowenischen ist in der sechsten Ausgabe des slowenischen Kochbuches „Slovenska kuharica" (1912) von Felicita Kalinšek zu finden", berichtet Gästeführer Urban.

Die Qualität dieser Wurst und die damit verbundene Kunst der Herstellung wurde mehrmals bestätigt. Unter anderem, schon im Jahre 1932 in Brüssel auf der Weltmesse für Nahrung, mit einer goldenen Medaille, einer Plakette und einem Diplom für die Fleischerei Rozman aus Ljubljana. Im Klobasarna ist die aktuelle preisgekrönte Krainer mit Senf, Meerrettich und Semmel erhältlich.

Die Klobasarna wird noch nach Originalrezeptur hergestellt / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber
Die Klobasarna wird noch nach Originalrezeptur hergestellt / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber

 

Die Tradition des gemütliche Restaurants Hisa Pod Gradom, was so viel wie "Haus unter dem Schloss bedeutet", reicht bis in das Jahr 1930 zurück, als Slowenien noch ein Teil des Königreichs Jugoslawien war. Damals erstand die Urgroßmutter des heutigen Besitzers die Genehmigung für den Ausschank von alkoholischen Getränken. Heute basiert die Küche auf traditionellen Rezepten, modern interpretiert. Dazu gehört die geräucherte, äußerst zarte Rinderzunge mit Rucola und cremigen Balsamico.

Zarte Rinderzunge wird im Hisa Pod Gradom mit Balsamico dekoriert / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber
Zarte Rinderzunge wird im Hisa Pod Gradom mit Balsamico dekoriert / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber

 

Das Gasthäuschen Druga Violina (Zweite Violine) ist ein ganz besonderes Restaurant im Altstadtkern. Es überzeugt nicht nur durch seine Auswahl an traditionellen slowenischen Gerichten, wie dem grob gestampften Kartoffelpüree, sondern auch durch die Besetzung des Mitarbeiterteams. Dort servieren Menschen mit Behinderungen. "Dieses Restaurant wird sehr gern von Gourmets besucht, die natürlich auch die Philosophie des Hauses unterstützen möchten", bestätigt Urban. Auf der Speisekarte stehen traditionelle slowenische Gerichte. Gelegentlich werden auch kreative Workshops für Kinder oder andere Events veranstaltet.

Zu den Höhepunkten - im wahrsten Sinne des Wortes - dürfte der im Jahre 1933 errichtete Nebotičnik (Wolkenkratzer) gehören. Vom Café im obersten Stockwerk bietet sich ein herrlicher Ausblick auf Ljubljana. Der "Wolkenkratzer von Ljubljana" wurde von Architekt Vladimir Šubic entworfen und war zum Zeitpunkt seiner Errichtung 1933 mit seinen 70 Metern das höchste Gebäude auf dem Balkan und das neunthöchste in Europa. Empfehlenswert ist die Torte zusammen mit einem delikaten Walnusslikör. Schließlich führt die Schlemmer-Tour über den Markt, denn die Küche der slowenischen Hauptstadt ist untrennbar mit dem zentralen Marktplatz von Ljubljana verbunden. Der Platz wurde von dem bekannten Architekten Jože Plečnik am Ufer der Ljubljanica konzipiert. Noch heute bringen Händler aus Ljubljana und anderen Teilen Zentralsloweniens ihre frischen Produkte hierher. Die vielen Lokale, der Fischmarkt und die kulinarischen Veranstaltungen verwandeln den zentralen Marktplatz in einen erlebenswerten kulinarisch-gesellschaftlichen Treffpunkt.

Bei der Preisverleihung vom Gault & Millau in Lubljana freuen sich Petra Stusek (Direktorin Lubljana Tourismus, von links), Mira Semic (Direktorin Gault & Millau Slowenien und Julijana Krapez (Souschefin vom Restaurant Strelec) / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber
Bei der Preisverleihung vom Gault & Millau in Lubljana freuen sich Petra Stusek (Direktorin Lubljana Tourismus, von links), Mira Semic (Direktorin Gault & Millau Slowenien und Julijana Krapez (Souschefin vom Restaurant Strelec) / © Kulinariker.de, Foto: Carola Faber

 

Wein-Erlebnis Lubljana

Neben den kulinarischen Rundgängen sind auch die Stadtführungen zu den drei Hauptweinbauregionen Sloweniens, Podravje, Posavje und Pimorska empfehlenswert. Die Vielfalt des Weinangebots ist üppig. Von leicht und aromatisch bis charakterstark und gehaltvoll, vom trockenen bis zum edlen Süßwein stammen einige der qualitativ hochwertigsten Weine der Welt aus Slowenien. Durch das Zusammenspiel verschiedener Klimaeinflüsse und Böden ist es Slowenien möglich, eine besonders große Weinvielfalt mit mehr als 52 verschiedenen Rebsorten anzubieten.

Die slowenischen Weine zeichnen sich insbesondere durch ihren ausgesprochen natürlichen Geschmack aus. Vom mediterranen Klima und einer ausgesprochen großen Weinpalette ist die Weinbauregion Primorska geprägt. Die Weinbauregion im Südosten Sloweniens ist von einer malerischen Hügellandschaft und Weinberghäuschen, kleine Gebäude in den Weinbergen, geprägt. Die Weinbauregion Podravje hat wieder einen ganz anderen Charakter. Sie ist die Heimat der ältesten Weinrebe der Welt (Schwarzsamtene), die in Maribor wächst und mit ihren über 400 Jahren im Guinessbuch der Rekorde gelistet ist. Dort überwiegt der Einfluss des Pannonischen Klimas. In der Vinothek Movia begeistern ein charaktervoller Kras Teran 2011 sowie ein ausdrucksstarker Movia Rebula 2016 mit seinen feinen Aromen von Stachelbeeren und Johannisbeeren.

Ein präziser, ausgereifter und reichhaltiger Gewürztraminer verbirgt sich hinter dem Namen Steyer, Diseci Traminec. Ebenfalls ein Meisterwerk ist der Verus Vinogradi Sipon. Beide Weine gehören zu den Kostproben aus der Burg-Vinothek. Eine Etage tiefer sind im Restaurant Strelec die feinen slowenischen Tropfen zusammen mit den landestypischen Speisen aus der Küche vom Gault & Millau Preisträger Igor Jagodic zu genießen.

Informationen:

https://www.visitljubljana.com

 

Impressionen:

Fotos: Carola Faber

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Zuletzt bearbeitet am 17/12/2019

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Autor

Carola Faber

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