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"Von Gorgona zum Festland" – Frescobaldis Weinverkostungsreise

"Glück – das muss man suchen und auch finden" - mit dieser Devise erläutert Marchese Lamberto Frescobaldi die Erfolgsgeschichte der 700 Jahre alten Weindynastie...

Der Marchese, der seit 2013 als Präsident des Aufsichtsrats von "Marchesi de`Frescobaldi" fungiert und Chef des global players Frescobaldi ist, lud unlängst zur exklusiven Weinverkostungsreise mit ausgewählten und limitierten Weinen von Frescobaldi in Berlin ein. Hier in der Hauptstadt gelte es, noch an mehr Boden zu gewinnen, während München schon längst als nördliche Provinz Teil der Frescobaldi-Familie sei. "Von Gorgona zum Festland" lautete vielversprechend der Titel der Reise im legeren "Restaurant Pots" im Hotel The Ritz Carlton am Potsdamer Platz.

Sie startete selbstverständlich mit einem wunderbar frischen Schaumwein: "Leonia Pomino Brut 2015". Seit 2010 produziert Frescobaldi auf dem ältesten Weingut – "Castello Pomino" mit einer neuen "klassischen Methode" Weine mit dem Namen Leonia. Es ist eine Hommage an Leonia degli Albizi, die 1863 Angiolo Frescobaldi heiratete und das große Weingut Castello Pomino mit in die Ehe brachte. Die in der Bourgogne geborene Dame war kühn genug Chardonnay und Pinot Noir Rebstöcke auf 700 Höhenmetern anzupflanzen.

Seit 2011 gibt es in limitierter Auflage auch den "Leonia Pomino Rosé" aus 100% Pinot Noir. Besonders geeignet für Frauen, zwei bis drei Gläschen seien gesund, so die Empfehlung des Master of Wine, Markus Del Monego. Er moderierte im Duo mit Marchese Lamberto Frescobaldi die Verkostung. Ebenfalls vom Weingut Castello Pomino der Benefizio Riserva 2009, ein eleganter Chardonnay (13,50%), der durch seine leuchtend gelbe Farbe auffällt.

Bestens zu Gerichten wie in der Pfanne gebratene Ente geeignet ist der Lamaione 2015 Toscana IGT, ein Merlot aus der Tenuta Castel Giocondo in Montalcino. Das Weingut erwarb Frescobaldi 2001. Es folgt der Lamaione 2006, Toscana IGT, Merlot 100% (15% Alkohol), dessen hohe Qualität und große Struktur unbedingt überzeugt. Mit diesen vier verkosteten Weinen, wäre ein exklusives Dinner schon perfekt.

Doch es ging weiter auf der Weinreise mit dem Mormoreto 2015 Toscana IGT, ein Blend aus Cabernet Sauvignon und Sangiovese mit einem kleinen Anteil petit Verdot. Er kommt vom Castello Nipozzano, das ebenfalls durch Leonia degli Albizi in den Familienbesitz Frescobaldi überging. Hier im Chianti Gebiet Rufina wurde Marchese Lamberto Frescobaldi groß. Komplex und elegant, mit vielen Aromen ausgestattet kommt der Ripe al Convento vom Castel Giocondo 2013, ein Brunello di Montalcino Riserva DOCG daher.

Aurea Gran Rosé.
Aurea Gran Rosé.

 

Gefolgt von einem weiteren highlight: Ripe al Convento vom Castel Giocondo 2001, Brunello di Montalcino Riserva 2001. Er ist samtig und dass er lang im Fass war, das macht Sinn, urteilt Markus Del Monego. Er wurde 1998 als erster Deutscher in Wien zum "Weltmeister der Sommeliers" gekürt.

Mit großer Spannung wurde erwartet, was es mit Gorgona und Frescobaldi auf sich hat. Die Insel gilt als Perle des toskanischen Archipels, sie liegt 37 km vor dem Festland und ist die einzige verbleibende Gefängnisinsel Europas. 2013 realisierte Frescobaldi das Weinprojekt und erwarb ein Hektar Weinberg auf der Insel, das von ausgewählten Gefangenen unter Anleitung Agrarexperten und Önologen der Firma bearbeitet wird. 2015 kam ein weiterer Hektar hinzu. Das erste Produkt war ein Weißwein, 2015 dann der erste Rotwein "Gorgona". 96 von 100 Punkten erzielte der 2016 Gorgona IGT bei Weinkritikern.

Frescobaldi hat inzwischen 728 Weinstöcke auf Gorgona. Der verkostete "Gorgona 2018, Costa Toscana IGT" wurde aus Sangiovese und Vermentino Nero Trauben gekeltert. In jedem Fall bringen die Insellage und die topographische Beschaffenheit Gorgonas einen ganz besonderen Wein hervor. Und das Reformprojekt, jedem auch einem Gefangenen eine zweite Chance zu bieten, ist allemal begrüssens- und lobenswert. Das Enkelkind eines Gefangenen sagt jetzt nicht mehr, "mein Opa ist im Knast", sondern stolz "mein Opa arbeitet für Frescobaldi", erzählt Marchese Lamberto Frescobaldi lachend über die erfolgreiche Resozialisierung. Spätestens mit dieser tollen story schnellen die Bestellungen für den "Gorgona 2018" nach oben.

Glück hat, wer überhaupt eine Flasche bekommt.

Info: www.frescobaldi.com

Fotos: Frescobaldi

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Zuletzt bearbeitet am 02/11/2019

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