Mount Athos Area Kouzina Foodfestival

Kulinarische Köstlichkeiten auf höchstem Niveau werden beim jährlichen "Mount Athos Area-Kouzina Gourmet-Event" geboten. Vier Wochen lang finden zwischen dem 15. Mai und 15. Juni mehr als 200 verschiedene Veranstaltungen zu kulinarischen Themen, wie mediterraner, antiker, klassisch griechischer oder klösterlicher Küche statt.

Der Mönch Nikitas steht am Strand. Seine dunkle Kutte weht im Wind. Immer wieder legt er ein paar Scheite auf dem offenen Feuer nach und wartet, bis sich die Flammen etwas beruhigt haben. "Das Feuer muss still sein, den Topf umarmen", erklärt er seinen Gästen. Nikitas lebt seit 25 Jahren auf dem Heiligen Berg Athos, dem östlichsten Finger der nordgriechischen Halbinsel Chalkidiki, im Kloster Sankt Nikolaos.

Frauen haben auf der geheimnisumwobenen Insel mit etwa 2200 griechischen, serbischen, bulgarischen, russischen und rumänischen Mönchen in 20 prachtvollen und bis zu 1000 Jahre alten Klöstern keinen Zutritt. Nur mit einem Visum dürfen wenige Männer täglich den selbst verwalteten Staat betreten. Schiffe müssen einen Abstand von 500 Metern einhalten. Nikitas dürfte zu den bekanntesten Mönchen der 330 Quadratkilometer großen Halbinsel gehören.

Mönch Nikitas: letzte Handgriffe...
Mönch Nikitas: letzte Handgriffe...

 

Mit seiner jahrelangen Zugehörigkeit hat er längst eine Meisterschaft im Umgang mit dem Feuer entwickelt. Er weiß genau, wann der perfekte Siedepunkt erreicht ist und wie hoch die Flammen schlagen dürfen, um ein bestmögliches Ergebnis zu erreichen. Die Qualität der Mahlzeit ist gleichbleibend. Es spielt keine Rolle, ob der Mönch für vier oder für 2000 Menschen kocht. Begeistert von den Fähigkeiten des 45-Jährigen, lud ihn sogar Putin nach Moskau ein, wo er für die Prominenz kochen durfte.

"Kochen bedeutet für mich Liebe", beschreibt der Mönch seine Passion, während er die Zutaten in einen großen Topf schichtet. Kabeljau, Knoblauch, Zwiebelsud, Petersilie, Artischocken, Salz, Zitrone und Olivenöl. Schon bald brodelt es im Topf. Ein köstlicher Duft weht über den Strand und kündigt den Beginn des klösterlichen Festmahls an. Dazu mundet ein feiner Wein vom Berg Athos, zu dessen Region zwölf Weingüter gehören. Zu einem der bekanntesten dürfte das Klostergut Metochi Chromitsa mit seinen geschmeidigen und eleganten Weinen zählen.

Fruchtbarkeit des Bodens sorgt für eine reiche Ernte

Auch Angelos Sgouros kann von seinen Erfahrungen auf dem Berg Athos zehren. Zusammen mit seiner Frau Maria, seiner Schwester Julia und seinem Schwager Angelo genießt und verarbeitet er die Früchte seines Schrebergartens in klösterlicher Manier, denn in den Topf kommen - wie bei den Mönchen - hauptsächlich nur die eigenen Produkte. Dazu gehören Kartoffeln, Sellerie, Zitrone, Öl und Kräuter. "Wir kochen hier, wie auf dem Berg Athos, nur auf offenem Feuer. Ich habe dort viele Jahre als Koch gearbeitet", berichtet Angelo.

Angelos Sgouros: verarbeitet die Früchte seines Schrebergartens...
Angelos Sgouros: verarbeitet die Früchte seines Schrebergartens...

 

Die reiche Ernte aus dem Garten und die geschmackliche Vorzüglichkeit des Gerichts sind der beste Beweis für die Fruchtbarkeit der gesamten Region um Mount Athos.

Mit herzlicher Gastfreundschaft werden die Gourmets auch im Akrathos Beach Hotel empfangen, denn auch dort werden in klösterlicher Manier große Platten zum Teilen mit schmackhaften Gerichten vom Land und aus dem Meer aufgetragen. Tintenfisch, Gambas, Gemüse, Kräuter, Nüsse, Früchte und Olivenöl von den 1500 hoteleigenen Olivenbäumen - die Küche punkte mit ausgewogenen und schmackhaften Gerichten. Die Straßen winden sich an der bergigen Küste an dichten Wäldern, Ginster- und Kornfeldern sowie sattgrünen Wiesen entlang, meist mit einem Traumblick auf das glasklare Meer.

Ziel sind die Ruinen der Antikenstadt Stageira, dem Geburtsort des griechischen Philosophen Aristoteles, dem Lehrer Alexanders dem Großen. Bis zu seinem 18. Lebensjahr soll Aristoteles in Stageira gelebt haben. Prächtige, bis zu zwei Meter dicke und drei Meter hohe Wehrmauern umgeben den Ort in einer bezaubernden Naturkulisse. In unmittelbarer Nähe befinden sich an dem malerischen Hafen von Olympiada Hotels Liotopi und Akroyiali, wo noch authentische griechische Küche angeboten wird.

Speisen in traumhafter Umgebung...
Speisen in traumhafter Umgebung...

 

"1924 hatte der Großvater Mitrakos die Idee, eine Taverne zu eröffnen, um die Aromen Kleinasiens zu bewahren. Diese Idee führte 1968 der Vater Thanassis fort. So wird Akroyiali kontinuierlich seit drei Generationen betrieben" berichtet Loulou Alexiadis, die zusammen mit ihrem Bruder Dimitris Sarris die kleinen Hotels betreibt.

Wo Meeresleckereien locken

Die Speisekarte balanciert zwischen "Großmutters Rezepten" und kühnen kreativen Akzenten, wie Krake mit Honig, Krake mit Knoblauch, Nudeln mit Meeresfrüchten und gekochte Muscheln. Alle Gerichte, die von köstlichen Vorspeisen, Meeresleckereien, frischen Meeresfrüchte und den berühmten Muscheln aus Olympiada begleitet werden, bestehen aus lokalen Zutaten. Auch die Bio-Weine kommen aus Griechenland.

Auf dem Pilgerweg zwischen Thessaloniki und dem Berg Athos befinden sich zahlreiche Kapellen. So auch Sankt Nikolaos und Sankt Modestos. An einigen empfangen die Frauen des Dorfes nach alter Tradition die Gäste mit liebevoll gestalteten Büffets, feiern und freuen sich mit den Weitgereisten oder lesen sogar aus den Kaffeesätzen. Es wird geplaudert und gelacht. Männer sitzen an den Straßen auf schlichten Steinbänken und beobachten das Treiben auf den Plätzen. Sie verstehen sich, ohne miteinander zu reden. Alte Bräuche werden lebendig, wie in dem Honigdorf Arnea, indem die Tiere des Dorfes um die Kapelle auf dem Berg geführt werden.

Und immer wieder lecker Seafood...
Und immer wieder lecker Seafood...

 

Die Region Mount Athos ist reich an kulturellen und kulinarischen Schätzen, landschaftlichen Kontrasten zwischen Bergen und Meer sowie regionalen landwirtschaftlichen Produkten, die nach alter Tradition zu köstlichen Gerichten zubereitet werden, wie in Weinblätter gehüllte Sardinen oder gefüllten Oktopus. Besonders der Blick von der Terrasse des Boutiquehotels Skites auf den mächtigen Turm aus dem 14. Jahrhundert von Ouranoupoli, dem letzten Dorf an der Grenze zur Mönchsrepublik Athos, lässt farbenfrohe und vielfältige Bilder der Region in geradezu magischem Licht erscheinen.

Informationen:

http://www.visitgreece.gr
http://en.mountathosarea.org/where-to-eat/mount-athos-area-kouzina/
http://en.mountathosarea.org/portfolio-posts/athos-villas
http://www.akrathos-hotel.gr 
http://www.eaglespalace.gr 
http://www.skites.gr 
http://www.Hotel-liotopi.gr
http://www.hotel-germany.gr
www.mountathosarea.org

 

Impressionen:

Fotos: Carola Faber

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Autor

Carola Faber

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