Palma: Nobel Tafeln im Altstadtpalast

Das "fera" ist Restaurant, Bar und Tapas-Lounge in einem. Im Herzen von Mallorcas Hauptstadt tischt dort der österreichische Küchenchef Simon Petutschnig bemerkenswerte Köstlichkeiten auf – mit Geschmackskombinationen, die so erstaunlich wie gelungen sind. Kurzum: Essen im "fera" macht richtig Spaß.

Es gehört zu den besten Restaurants in Palma: das "fera", nur einen Steinwurf von der quirligen Einkaufsmeile Jaime III. im Zentrum entfernt. Der Kärntener Simon Petutschnig verwöhnt seine Gäste mit höchst raffinierten Kreationen. "Mediterrane Küche ohne Grenzen", nennt er sein Konzept. Wobei er stets für Überraschungen gut ist und es immer wieder schafft, selbst erfahrene Gourmets mit wahren Geschmacksexplosionen im Gaumen zu begeistern.

Happy Hour mit Sake

Und dann die Location. Simon und sein Team empfangen Feinschmecker in einem stilvoll restaurierten Altstadtpalast. Man speist im Hauptsaal, macht es sich im Loungebereich gemütlich oder sitzt lässig an der Bar. Wer etwas privater sein möchte, zieht sich mit bis zu zwölf Personen zum "Private Dining" in die Bibliothek zurück. Und dann der Garten … Dass es so etwas mitten in der Balearenmetropole gibt"! Das grüne Paradies ist immer freitags zur Happy Hour mit "Drinks & Sushi" von 17 bis 21 Uhr geöffnet. Und wenn dann Liebhaber eines eisgekühlten Cocktails – zum Beispiel auf Sake-Basis – genussvoll an ihrem Glas nippen, fächeln ihnen Palmen dabei freundlich einen kleinen Lufthauch zu. Demnächst soll die Stadt-Oase auch an weiteren Tagen geöffnet werden.

...zum Private Dining in die Bibliothek...
...zum Private Dining in die Bibliothek...

 

Urban Gardening in Palma

Und weil Simon ein Kräuterfan ist, zieht er dort gleich auch noch im Urban-Gardening-Stil seine eigenen aromatischen Pflänzchen. Minze etwa, Oregano, Basilikum … Auf Öko-Art versteht sich. Denn Nachhaltigkeit gehört zum fera-Konzept. Die Kräuter verwendet er zum Beispiel für seine unglaublichen Drei-Gang-Mittagsmenüs von Montag bis Freitag für 22,90 Euro. Viele können es gar nicht glauben, dass es eine solche Qualität in einem solchen Ambiente zu einem solchen Preis gibt. Doch auch das ist typisch fera. Jetzt im Sommer könnte zum Beispiel eine kalte Mandelsuppe mit marinierter Makrele und Kirschen serviert werden, bevor Lachs mit einer Rote-Bete-Variation und Meerrettich folgt und ein Käsekuchen mit Aprikosen und Thymian-Streusel den süßen Abschluss bildet.

Dim Sum mit Spanferkel

Abends tafelt man à la carte oder wählt eines der Degustations-Menüs für 49, 69 oder 89 Euro. Ob fera, fera art oder fera gourmet: Die Speisefolgen haben dabei vier, sechs oder neun Gänge. Und alle sind sie zum Fingerablecken gut. Simon Petutschnig (40) lebt schon lange in Spanien, hat viel Erfahrung an der Seite von Spitzenköchen wie Sergi Arola oder Nandu Jubany gesammelt. Und schließlich gemerkt, wie sehr ihn neben der mediterranen auch die asiatische Küche interessiert. So kommt es, dass er so Außergewöhnliches wie geräucherte Dim Sum mit mallorquinischem Spanferkel oder einen Adlerfisch an einer Artischocken-Variation mit Basilikum-Gnocchi und Yuzu-Hollandaise kreiert.

Simon Petutschnig.
Simon Petutschnig.

 

Von Algenchaum bis Balsamico-Karamell

Wer Lust auf Seehecht in grüner Sauce mit Felsmuscheln, Algenschaum und knusprigem Kale, dem gerade so in Mode gekommenen Grünkohl, hat – bitte sehr. Oder wie wäre es mit einem Rinderfilet nach Teriyaki-Art mit Kartoffeln und Oregano? Mit Landhuhn-Cannelloni samt Shiitake-Pilzen und Trüffel? Man könnte sich natürlich auch auf die Auster mit Kaviar, Plankton, Salicornia und Yuzu-Schaum kaprizieren – oder auf die Rote Garnele aus dem mallorquinischen Sóller mit Reis, Muscheln und Rosmarin … Um sich dann zum Dessert das Leben mit einer Joghurt-Variation samt roten Früchten, Erdbeer-Sorbet und Balsamico-Karamell zu versüßen.

Genuss für Vegetarier

Präsentiert wird alles auf sehr ästhetische Weise: originell und kunstvoll. Oder haben Sie schon mal Kiefernnadeln als grüne Deko auf Ihrem Teller gehabt? Oder ein winziges Olivenbaumzweiglein? Ein bisschen Erlebnischarakter nach Molekularküchen-Art hat das Ganze auch, wenn Schüsseln von "Nebel" umhüllt serviert werden oder feine Schäume beachtliche Höhen erreichen. Übrigens gibt es auf Wunsch immer auch vegetarische Gerichte. Das ist für Simon Petutschnig eine Selbstverständlichkeit.

Kroketten mit Kiefernnadeln.
Kroketten mit Kiefernnadeln.

 

Kleine, feine Weinkarte

Versteht sich, dass in einem solchen Restaurant besondere Tropfen im Glas leuchten. Unter den Weinen sind preisgekrönte Rebsäfte aus familiären Bodegas auf Mallorca, vom spanischen Festland oder aus Italien – einfach, um kleine Winzer zu unterstützen. Auch Bio- und sogar Demeter-zertifizierte Weine sind dabei.

Auch das kalt gepresste Öl aus besten Arbequina-Oliven, das im Restaurant verwendet wird, stammt nicht nur aus Mallorca, sondern trägt zudem das Demeter-Siegel. Mehr noch: Es ist gelbes Gold Marke Eigenbau sozusagen, vom einzigen bio-dynamisch bewirtschafteten Hain der Insel. Die Bäume stehen auf der Finca von fera-Mitinhaberin Sheela Levy. Die Innenarchitektin zeichnet auch für das edle Interieur des Restaurants verantwortlich.

Entspannen in Lounge und Garten

Wer wenig Hunger und nur Lust auf einen Snack oder ein paar Tapas verspürt, ist im "fera" ebenfalls richtig. An der stylischen Bar mit seinem schicken Lounge-Bereich könnte man sich zum Beispiel Tintenfisch nach Andalusien-Art auf der Zunge zergehen lassen oder die Langusten im Panko-Teigmantel mit Limetten-Mayonnaise probieren. Nur ein Drink an der Bar gewünscht? Herzlich willkommen!

Barbereich: stylish, Auswahl satt.
Barbereich: stylish, Auswahl satt.

 

Allerdings sollte man sich das reiflich überlegen, denn schließlich würde man dann Simon Petutschnigs wunderbare Kompositionen verpassen. Und die sind wahrlich eine Versuchung wert. Sie gehören zum Besten, was Palma derzeit zu bieten hat.

fera
C./ de la Concepción, 4
Palma, Mallorca
Tel.: +34 971-59 53 01
www.ferapalma.com

 

Impressionen:

Fotos: fera, Palma, Kirsten Lehmkuhl

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Zuletzt bearbeitet am 22/07/2019

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