Welt der kulinarischen Vielfalt

Noch ist es ganz ruhig. Friedlich plätschert die Breitach über Kiesel und kleinere Findlinge durch die Wiese bei Oberstdorf. Bis zum Eingang der Schlucht sind es rund zehn Minuten Fußweg...

Bei Tiefenbach beginnt ein etwa zwei Kilometer absolut sehenswerter Weg über schmale Wege durch die Klamm, Mitteleuropas tiefste Schlucht. Gesäumt ist der Pfad mit fast hundert Meter hohen senkrechten und überhängenden zum Teil bizarren Felsformationen. Weit unten stürzt die Breitach über große Steine, in Gumpen. Es sprudelt und donnert. Zarte aufspritzende Tropfen erzeugen einen Nebelhauch und glitzern im Sonnenlicht. Entstanden ist das Naturwunder während der Gletscherschmelze in der letzten Eiszeit, vor über 8000 Jahren, als sich der Strom durch die massiven Felsen gebohrt hat. Die Breitachklamm gehört zu den vielen attraktiven Ausflugszielen, die von der Sonnenalp - ebenfalls eine Sensation - aus bequem mit dem Auto, dem Rad oder als Wanderung erreicht werden können.

Die Sonnenalp - eine Erfolgsgeschichte

Kaum vorstellbar: was 1919 ein kleines Bauernhaus war, ist heute Deutschlands größtes privat geführtes 5-Sterne-Ferienresort. Das Traditionshotel, das in vierter Generation heute von Anna-Maria und Michael Fäßler geführt wird, ist von der malerischen Kulisse der Allgäuer Alpen umgeben. Für den Gast bleiben kaum Wünsche offen, denn das Luxushotel mit seinen 218 Zimmern und Suiten punktet mit Superlativen. Umfassende Angebote im Sportbereich, ein großes Kinder - und Jugendprogramm mit über 70 Aktivitäten, eine 10.000 Quadratmeter große Wellness-Landschaft, die größte Hotelskischule Deutschlands, drei hoteleigene Golfplätze sowie die größte Hotel-Shoppingmeile Deutschlands gehören zur umfangreichen Ausstattung.

Die Sonnenalp: Deutschlands größtes privat geführtes 5-Sterne-Ferienresort.
Die Sonnenalp: Deutschlands größtes privat geführtes 5-Sterne-Ferienresort.

 

Als besonderer Höhepunkt aber überzeugen die Restaurants. Von der Grillstube, in der Grillmeister täglich die leckersten Steaks oder Fischspezialitäten auf dem Lavasteingrill zubereitet über das Hauptrestaurant mit dem obligatorischen sechsgängigen Abendmenü kann sich der Gast auf Exquisites freuen. Großen Wert legt Küchenchef Christopher Stäbner auf die Verwendung von lokalen Zutaten in der Küche. Obst und Kräuter für selbstgemachte Marmeladen und Chutneys stammen unter anderem aus der Allgäuer Natur; Sennereien aus dem Umland liefern verschiedenste Käsesorten und durch nahegelegene Metzgereien kommt überwiegend regionales Fleisch auf den Teller. Die hauseigene Konditorei unter den Konditormeistern Luitpold Willwerth und Franz Holzer stellt täglich Kuchen, Pralinen, Brote und allerlei Dessert-Kreationen her. Ebenfalls eine Besonderheit: Gemeinsam mit dem österreichischen Topwinzer Bertold Salomon aus der Wachau initiierte Anna-Maria Fäßler eine Weinkooperation und komponiert eigene Kreationen. Inzwischen bereichern unter anderem ein Riesling, ein Cabernet Sauvignon und eine rote Cuvée die "Fäßler & Salomon – Private Selection by Anna-Maria Fäßler".

Sternerestaurant Silberdistel ist der Höhepunkt

Highlight für Feinschmecker bedeutet das Restaurant Silberdiestel, das seit 2010 mit einem Michelinstern ausgezeichnet wird. Senior-Küchenchef Kai Schneller und Küchenchef Carsten Müller sowie Oberkellner Brian McLaren zelebrieren Gourmetküche auf höchstem Niveau. Auf der Speisekarte finden sich unter anderem regionaler Nagelfluh-Saibling oder kanadischer Hummer. Der gebürtige Schotte, Brian McLaren, Oberkellner und Weinexperte des Hauses, wählt kompetent spannungsreiche, besondere Weine zu den vielfältigen Gerichten der Gourmetküche.

Nach dem ersten Gruß aus der Küche, Alpkäsquiche und Crostini mit Gurke und Radieschen, wird schon zum Amuse Bouche ein begleitender feiner Tropfen gereicht. Der Rotgipfler 2017 von Johanneshof Reinisch aus Tattendorf mundet mit seinem Duft nach exotischen Früchten und einem cremigen Abgang zum edlen Rehfilet in japanischem Dashi-Sud mit Pilzen und Roggenbrotcreme.

Kai Schneller-Carsten Müller.
Kai Schneller-Carsten Müller.

 

Tomate lautet der Titel für den ersten Gang. Was schlicht klingt ist vielschichtig. Eine Zusammenstellung aus sphärifizierter Tomate, Nagelfluh-Saibling, Bregener Mozzarella sowie Melanzani bedeutet eine kleine Entdeckungsreise durch die Welt der Aromen. Dazu wird mit einem Bernard Reverdy Les Caillottes Rosé Sancerre AOC 2017 ein adäquater Begleiter gereicht, denn auch hier sind es mit Frische sowie einem Duft an rote Beeren, Pfirsich verschiedenste Aromen, die die Speise in ihrer Komplexität potenzieren.

Die Bayerische Garnele wird mit Kalbszüngle Schnittlauchvelouté, Birnen Latwerge und Algenkresse kombiniert. Was kontrastreich wirkt, verschmilzt zu einer gelungenen Einheit, die durch die Zitrus- und Litschi-Noten sowie etwas Rosenduft des 2016 Rotenberger Schlossberg Riesling mit Traminer ergänzt werden.

Wunderbar bodenständig gelingen die gebratenen Steinpilze an feinen Nudeln mit Entenleberschaum. Hierzu wählt Brian McLaren einen eleganten und milden 2008 Riesling Rüdesheimer Berg Rottland. "Jeder Tag ist neu, bringt neue Herausforderungen und nur durch ständige Konzentration sowie Aufmerksamkeit kann es am Ende des Tages zum Erfolg kommen", verrät der Weinexperte, der seit 1995 die Raritäten in dem Weinkeller betreut, sein Motto.Das zarte Jungholzer Rehfilet an Blunz`n kombiniert das Küchenteam klassisch mit Herzkirschen und sorgt durch die Gartenerbsen für knackige Frische. Die große Harmonie der Speise wird vervollständigt durch einen 2011 In Signo Leonis von Heribert Bayer. Ein betörendes Bouquet nach Minze, dunklen Beeren, Edelholz und Schokolade finden sich am Gaumen wieder.

Mit "Drei-Länder Eck" wird das Dessert, Turmkaffee, Bodensee-Himbeeren und Missener Joghurt betitelt. Frisch mit Schmelz und aromenstark gefällt auch hier jedes Detail. Das Finale in der Silberdistel wird begleitet von einem 1987 Toro Albala Don P.X. Gran Reserva Cordoba, der mit Aromen, wie Kaffe, Karamell, Nuss, Zimt und Orange betört und durch seine Komplexität noch einmal das eindrucksvolle Dinner spiegelt.

Informationen:
Sonnenalp Resort, www.sonnenalp.de 

 

Impressionen:

Fotos: Carola Faber

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Zuletzt bearbeitet am 30/08/2018

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Autor

Carola Faber

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