Geheimtipp Burghotel Falkenstein

Sagenumwobene Seen in einer märchenhaften Landschaft...

Zart wiegen sich die Gräser in dem farbenfrohen Blumenmeer im Wind. Schmetterlinge und Bienen tanzen über den duftenden Blüten und Kräutern. Im Hintergrund leuchtet das Alpenpanorama. Hoch über Pfronten im Allgäu liegt auf 1.250 Höhenmeter das Burghotel Falkenstein. Gleich nebenan befindet sich Deutschlands höchste Burgruine, die einst König Ludwig II. von Bayern in ein Traumschloss verwandeln wollte. Die traumhafte Alleinlage des Hauses, die 16 liebevoll inszenierten Zimmer und Suiten sowie ein gemütlicher Spa-Bereich bieten einen perfekten Rückzugsort mit fantastischem Panoramablick.

Herz des Hauses bildet die Kulinarik. Simon Schlachter, Sohn der Gastgeber Herta und Anton Schlachter hat sich rund zehn Jahre auf eine kulinarische Wanderschaft begeben und legte zwischendurch seine Küchenmeisterprüfung ab. Schon als dreijähriger Junge zog es ihn an den Herd. "Nach dem Kindergarten bin ich immer sofort zu meinem Vater in die Küche gegangen. Ich fand es dort sehr spannend und wollte assistieren", erinnert sich der 26-Jährige an die ersten Küchenerlebnisse. Für die Ausbildung zog es Simon Schlachter zuerst nach München, in den mit einem Michelin-Stern prämierten Restaurant Königshof. Anschließend kochte er sieben Jahre lang in weiteren Küchen von fünf Sternerestaurants. Dazu gehörten das Restaurant Le Canard Nouveau Hamburg (1 Michelin-Stern), The Restaurant Dolder Grand Zürich (2 Michelin-Sterne) sowie das Schloss Schauenstein Fürstenau (3 Michelin-Sterne).

Simon Schlachter.
Simon Schlachter.

 

"Der Ali vom Canard hat mir gezeigt, wie man mit Fisch umgeht. Das war einfach klasse", erinnert sich der junge Koch an die Zeit in Hamburg. Seine Reisen führten ihn auch nach Asien. "Dort gibt es unglaublich viele spannende Restaurants. Auf Bali habe ich mir mein Geschirr herstellen lassen. Es ist in den Farben Schwarz, Weiß und Sand. Insgesamt habe ich mir 960 Teile auf sechs Paletten schicken lassen", ist Simon Schlachter stolz auf sein individuelles, elegantes Geschirr.

Simon Schlachter ist ein Nachwuchsstar in der Gourmetszene

Sein junger, experimentierfreudiger Kochstil ist vielfältig. Es gibt auch Allgäuer Gerichte oder Produkte wie Wild oder Gams mit asiatischen Einflüssen. "Gänseleber oder Hummer brauche ich hier nicht. Wir sind hier im Allgäu. Das einzig Wichtige ist der Geschmack", betont Simon Schlachter und präsentiert mit einem Menu mit dem Titel "Die Verlockung" beste Beweise. Der Gruß aus der Küche besteht aus einem goldenen Ei, gefüllt mit Kartoffelschaum und frittierten Kartoffelfäden. Zart, luftig, schmackhaft.

Ein sehr schönes Bild stellt der Thunfisch an grünem Spargel, Rettich, Toast und Avocado dar. Liebevoll dekoriert, mit einem ausgeprägten Blick für das Detail und spannungsreich kombiniert, kommt der Geschmack vom Thunfisch wie auch das knackig-frische Elemente des Gemüses zur Geltung. "Churro küßt Huhn" lautet der Titel für den Zwischengang. Wieder eine hervorragende Speise zwischen Asien und Allgäu! Ebenfalls von hervorragender Kochkunst zeugt der Hirsch an Sellerie, Gnocchi und Pfifferlingen. Aromen von Nelke, Pflaume, Lauch, Zimt und Kardamom sind in der Sauce zu vernehmen. Die kunstvoll-köstliche Reise endet mit einem Schokoladen Brownie an Marille, Crumbles und weißer Schokolade. Auch ein weiterer Abend in dem Restaurant, das als echter Geheimtipp gilt, erfreut die Geschmacksnerven.

Lachsfilet, mit knackiger Gurke, Radieschen, Malz und Holunderblütenvinaigrette.
Lachsfilet, mit knackiger Gurke, Radieschen, Malz und Holunderblütenvinaigrette.

 

Zum Auftakt ist es ein Lachsfilet, mit knackiger Gurke, Radieschen, Malz und als besonderer Pfiff Holunderblütenvinaigrette. Herrlich der Mini-Burger mit Pulled Beef. Im Zentrum des Menüs wird das Maishähnchen "Brust & Nugget" serviert. Nicht überladen, sondern leicht und variantenreich durch die Kombination mit Milch-Gnocchi, Tomate, Bohne und Artischocke. Ein finales Highlight ist der "Apfel" grün wie ein Granny Smith, aber als Mousse aus weißer und dunkler Schokolade mit Apfel und Crumbles. Der Juniorchef hat Recht, wenn er sich keinen schöneren Ort vorstellen kann, um den Durchbruch in die Spitzengastronomie zu wagen!

Tipp: Eine Rundwanderung vom Burghotel über den Alatsee bis zum Weissensee lohnt sich. Panoramablicke, Wälder, Kräuterwiesen mit friedlich grasenden Kühen und die Gedanken an die geheimnisvollen Sagen, die sich um die Seen ranken, gehören zu den Begleitern dieser märchenhaften Landschaft.

Burghotel Falkenstein www.burghotel-falkenstein.de 

 

Impressionen:

Fotos: Carola Faber

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Zuletzt bearbeitet am 10/08/2018

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Autor

Carola Faber

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