Von Schiesspulver, Ketchup und Nougat

Legendäre Kostproben von 18 prickelnden Edeltropfen gab es beim Rheingau Gourmet & Weinfestival. Küchenchef Dominik Käppeler vom "Showroom", Münchens kleinstes Sterne-Restaurant, kreierte zum Dinner mit dem Titel "Die besten deutschen Sekte" ein fulminantes Menü…

Mutig und begeisternd wirkte schon der liebevoll zusammengestellte erste Gang, der keinesfalls die Sekte übertönte: Gurke, Passionsfrucht, Lango, Avocado und Koriander Salat. Zu der Begleitung im Glas mit Aromen wie Schießpulver, Bienenwachs und Apfel/ Aprikose gehörten ein 2014 Creation Brut vom Wein & Sektgut F. B. Schönleber, ein 2014 Riesling Brut vom Weingut Söngen und ein 2013 Hattenheim Schützenhaus Riesling Brut Nature VDP Erste Lage vom Weingut Barth.

Es folgte mit Pulpo, Aubergine, Kichererbse, Soja, Rote Bete und Bohne ein komponentenreiches Gericht, das durch seine Geschmacksvielfalt die Reichhaltigkeit der Sektaromen zusätzlich betonte. Waren es beim Cuvée 01 von Geldermann Nuancen von Rauch, Speck, Himb- und Erdbeere, waren es im 2015 Spätburgunder Sekt Rosé Brut vom Weingut Krone Assmannshausen Anklänge von grünen Blättern und Brotteig. Der Rosé Brut vom Weingut Menger Krug zeigte Affinitäten von Johannisbeergelee während beim Zero Brut Nature der Sektmanufaktur Strauch Tendenzen von Brioche, Hefe und Quitte zu erkennen waren.

Perfekt harmonierend zum Sekt, gelang die sanft gegarte Ente mit Schalotte, Mandarine, Wassermelone, Fenchel und Anis. Ebenso einen Wohlklang ergaben die dazu gereichten Sekte. Ein 2008 Chardonnay Brut der Sektmanufaktur Bardong mit Eindrücken von Quitte und Honig sowie der 2013 Pinot Brut Nature Prestige vom Weingut Griesel & Compagnie mit etwas Rauch- und Safrannoten. Ausgezeichnet auch der feinperlige Pierre Brut vom Weingut Geheimer Rat Dr. von Bassermann-Jordan mit Apfel-, Nuss und Brotaromen.

Küchenchef Dominik Käppeler und Veranstalter Hans B. Ullrich.
Küchenchef Dominik Käppeler und Veranstalter Hans B. Ullrich.

 

Das zarte Entrecote an Cardonella Pilz, Ingwer, Macadamia, Bacon und Knoblauch wird mit einem mineralischen 2002 Georg Breuer Brut Magnum, einem Schloss Castell Brut Silvaner vom Weingut Fürstlich Castell`sches Domänenamt (grüner Pfeffer und Gurke) sowie einem 2008 R Pi Gold vom Ökonomierat Rebholz (Nougat und Haselnüsse) kombiniert. Der noble 2008 Patina Blanc de Noirs Brut beeindruckte mit Anklängen von Passionsfrucht und Karamell.

Zart und fein schmelzend wirkte das Dessert von Dominik Käppeler - ein Zusammenspiel von Mohn, Minze, Mango und Kefir. Dazu wurde ein eleganter 2009 Triumvirat Grande Cuvée Brut mit Analogien von grüner Walnuss und getostem Holz, vom Weingut Raumland offeriert. Es folgte mit einem 2009 Schlossgut Diel Riesling Brut ein erdiger Tropfen vom Schlossgut Diel und final ein feiner 2013 Cuvée Sekt extra Brut vom Weingut Wageck mit Aromen von Blumen, Grillgeruch und Ketchup.
Bei dem großartigen Dinner präsentierten alle Winzer persönlich ihre Edelsekte.

Weitere Informationen unter: http://www.rheingau-gourmet-festival.de 

 

Impressionen:

 

Fotos: Carola Faber

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Zuletzt bearbeitet am 12/03/2018

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Autor

Carola Faber

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