Der große KULINARIKER Champagner-Test 2017

Alle Jahre wieder... steht der KULINARIKER Champagner-Test auf der Agenda. Wir präsentieren: Die Champagner-Wertung 2017!

Die Regeln:

1. Alle Champagner sollten aktuell ohne größere Probleme im Fachhandel oder einem Onlineshop zu beziehen sein.

2. Es wird "Blind" verkostet. Alle Flaschen sind einheitlich gekühlt, werden in einem Nebenraum in die entsprechenden Gläser gefüllt und landeten dann bei den Testern.

3. Grundlage ist das Fünf-Punkte-Schema (0: stark fehlerhaft; 5: grandios), bei dem die Kriterien Geruch, Geschmack und Harmonie zu bewerten sind.

4. Jeder Champagner wird einzeln verkostet, einzeln bewertet und die Bewertungsbögen vor der nächsten Runden eingesammelt. Sonderpunkte konnten bei besonders geschätzten Kandidaten vergeben werden.

5. Es gilt, in vier Disziplinen ("Prickelnde Empfehlung", "La vie en rose (Rosé Champagne)", "Perlender Paukenschlag", "Perlen vor die Säue" (exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis) die besten Champagner herauszufinden.

 

Die Verkostungsergebnisse im Schnelldurchlauf:

"Prickelnde Empfehlung"

1.  Agrapart & Fils zeigt der Venus Blanc de Blancs (200 Euro)
2.  Pommery Cuvée Louise 2004 (150 Euro)
3.  De Saint Gall Brut Blanc de Blancs 2009 (58 Euro)

4. Billecart-Salmon 2007 (65 Euro)
5. Agrapart & Fils Terroirs Blanc de Blanc (60 Euro)
6. Pascal Doquet Le Mesnil Sur Oger (50 Euro)
7. Ruppert-Leroy Les Cognaux Pinot Noir (45 Euro)
8. AR Lenoble Dosage Zero (35 Euro)
9. Pascal Doquet Horizon Blanc de Blancs (30 Euro)


"La vie en rose" (Rosé Champagne)

1.  Duval-Leroy Rosé Prestige Premier Cru (55 Euro) 
2.  Pommery Rosé Apanage (65 Euro)
3.  Drappier Grande Sendee 2008 (50 Euro)

4. Jacob Robert Brut Rosé (30 Euro)
5. De Saint Gall Brut Rosé (40 Euro)
6. Jacques Picard Brut Rosé (35 Euro)
7. Alfred Gratien Brut Rosé (40 Euro)
8. André Roger Grand Cru Vieilles Vignes Rosé (40 Euro)
9. Champagne de Castelnau Rosé Brut (30 Euro)


"Perlender Paukenschlag"

1.  Billecart-Salmon Vintage 2006 (65 Euro)
2.  Alfred Gratien Brut Millésimé 2004 (55 Euro)
3.  Special Club Champagne Pierre Gimonet 2010 (50 Euro)

4. Jacques Picard Prestige 2005 (50 Euro)
5. Pommery Grand Cru Royal (2006) (50 Euro)
6. De Saint Gall Brut Millesime 2009 (45 Euro)
7. André Roger Millésime 2009 Brut (35 Euro)
8. Duval-Leroy Fleur de Champagne 1er Cru (45 Euro)
9. Jacques Picard Brut Réserve (30 Euro)


"Perlen vor die Säue" (exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis)

1.  Duval-Leroy Extra Brut Prestige 1er Cru (45 Euro)
2.  Paul Bara Grand Millésime 2008 (45 Euro)
3.  Billecart-Salmon (Extra Brut) (40 Euro)

4. Pascal Doquet Blanc de Blancs (40 Euro)
5. André Roger Grande Réserve Grand Cru (35 Euro)
6. Jacob Robert Brut Tradition (27 Euro)
7. Drappier Brut Nature (30 Euro)
8. AR Lenoble Intense (30 Euro)
9. Devaux Grande Réserve Brut (25 Euro)

 

Legende:

= Platz 1. in der jeweiligen Kategorie
= Platz 2. in der jeweiligen Kategorie
= Platz 3. in der jeweiligen Kategorie

Die Bewertungen und Preise:

 

Champagner (weiß)

Agrapart & Fils Terroirs Blanc de Blanc
Von KirchdorfWein aus Reichsdorf kam der Agrapart & Fils Terroirs Blanc de Blanc. Dosage 5c g/L, 4 bis 5 Jahre auf der Hefe. Und das schmeckt man, ebenso wie Chardonnay; 100%. Aus Grand Cru Lagen der Cote de Blancs, besticht dieser Tropfen durch eine kräftige Frische in Kombination mit Pflaume und tollen floralen Aromen. Ein kleiner Alleskönner ist der Terroirs. Das sieht wohl auch Parker so: 94 Punkte wurden vergeben, 12 % Alkohol sind gewachsen aus Kreide und Kalkböden sowie biologisch-organischer Anbauweise. Toller Tropfen zu Fischspeisen! Preis ca. 59 Euro.

Duval-Leroy Extra Brut Prestige 1er Cru
Mit dem Duval-Leroy Extra Brut Prestige 1er Cru kam von CWD aus dem Weinanbaugebiet Côtes des Blancs ein frischer Champagner in die Gläser, der durch feine Zitrus- und Fruchtaromen glänzte. Premier und Grand Cru Chardonnay und Pinot Noir wurde hier verwendet. Dieser Prestige hat Tiefe, eine schöne stete Perlage und einen langanhaltenden Nachhall feinster Mineralik. Die Dosage liegt bei 5 g/L und 12% Alkohol. Empfehlung: Frucht dazu reichen. Oder aber auch als Aperitif zu Häppchen (Fisch). Preis etwa 45 Euro.

Pommery Grand Cru Royal (2006)
Der Klassiker schlechthin: Pommery Grand Cru Royal (2006). Dieses Tröpfchen ist ein Tausendsassa: tolle, fast wilde, Perlage. Anhaltendes Aromenspiel zwischen Apfel und floralen Noten. Helle, goldgelbe Farbe, tolle Reflexe. Ein wenig getrocknete Zitrus, neben dem langen Finish, weiße Frucht, Brioche. Ein toller Begleiter für die Menüs mit Meeresfrucht, Risotto oder auch zum Zitrus-Dessert. Da hat Pommery aus Reims ein Chardonnay-Pinot Noir-Produkt auf dem Markt, dass mit 12,5% Vol. und 5,5 g/L Restzucker voll überzeugt. Gesamtsäure: 3,75 g/L. Resultat: rund und ein All-Day-Champagner: Preis ca. 50 Euro.

Billecart-Salmon 2007
Champagner Billecart-Salmon, Vintage 2007. Ähnlich wie der Vintage 2006, sind die Rebsorten Pinot Noir (2/3) und Chardonnay (1/3) eingesetzt. 12% Vol. bringt der Extra Brut auf die Waage, es zeigt sich im Glas eine weiche gelbe Farbe. Eine tiefe Fruchtintensität misch sich mit eleganten Noten. Marzipan, ein wenig Ananas sind wahrnehmbar. Aber auch Steinfrüchte und Zitrus sind am Gaumen vorhanden. Ähnlich wie der 2006er: Meeresfrucht, Krusentiere oder leichte Fleischgerichte sind hier sicherlich passend. Ein schöner Vintage-Champagner mit hoher Geschmacksintensität und einer steten Perlage im Glas. Preislich bei etwa 65 Euro.

Paul Bara Grand Millésime 2008
Grand Cru, Champagne Paul Bara Grand Millésime 2008 Brut: fünf Jahre auf der Hefe, formten diesen kraftvollen Tropfen (geliefert von Neumann/Steinmüller aus Erlangen). Ungewöhnlich: 90% Pinot Noir, 10% Chardonnay. Damit ist der Champagner ungewöhnlich, zeigt aber den altbekannten Duft von reifer Frucht. Der 2008er ist ein mit 12,5% Vol. daherkommender Champagner, der harmonisches Bild abgibt: feine Perlage, nicht ungestüm – lange anhaltend, schöne Reflexe und eine tolle Farbe. Dosage: 8 g/L. Noten: Brioche, Apfel. Am Gaumen: ein rundes Produkt. Reines Bouzy Produkt, 100% Grand Cru. Empfehlung: helles Fleisch, Kalb, Fischgerichte. Oder: einfach mal so… schöner und harmonischer Champagner! Preis: ca. 45 Euro.

Pascal Doquet Horizon Blanc de Blancs
Pascal Doquet Horizon Blanc de Blancs: Und noch ein Winzerchampagner im "Konzert der Großen". Aber da kann er durchaus mitspielen. Der Horizon legt 12,5% Vol. in die Gläser. Aus nachhaltigem Weinbau kommend, auch hier: die wohl am meisten gepflanzte und bekannteste Weißweintraube der Welt, Chardonnay. Dafür ist Douquet bekannt. Die Trauben kommen aus den Parzellen Bassuet und Bassu. Gepflanzt 1970. 10 g/L sind hier messbar, 90 Punkte gab es dafür von Parker. Ein Tröpfchen, dass passgenau zu leichten Vorspeisen oder für Fischgerichte und/oder Aperitif abliefert. Beide Daumen gehen hoch für einen Preis von ca. 30 Euro!

De Saint Gall Brut Blanc de Blancs 2009
Über Saarbrücken kommt der Champagne De Saint Gall Brut Blanc de Blancs 2009 1er Cru in die Redaktion. 12,5% Vol. Dosage 10 g/L, Säure 6,6 g/L. Reinsortig, klar. 100% Chardonnay (Premier & Grand Cru) sind hier im Glas. Ein wenig Zitrone, Apfel im Bereich Granny, Brioche und Mango zeigen sich. Begleiter für Aperitif – aber auch für Fisch- und Geflügelgerichte passend. Eigentlich ein Champagner, der optimal für alle Gerichte zu den Festtagen gereicht werden kann. Die Gewürznoten des Blanc de Blancs ergänzen zusätzlich. Im Testfeld eine kleine Überraschung, Daumen hoch für diesen Chardonnay. Preis etwa 65 Euro.

Duval-Leroy Fleur de Champagne 1er Cru
Der Duval-Leroy Fleur de Champagne 1er Cru kam über CWD aus Tornesch in letzter Minute in die Redaktion. Zitrus- und nussige Aromen präsentieren sich. Chardonnay und Pinot Noir finalisieren sich zu einem seidigen Erlebnis. Ausgewogener Geschmack, harmonisch und lebhaft ist dieser Tropfen. Sals Aperitif ist dieser 1er Cru immer eine gute Wahl, allerdings erlaubt die Chardonnay-Traube auch die Begleitung zu Fischgerichten oder aber auch Meeresfrucht. 12% Vol. und knappe 10 g/L Restzucker bringt der Champagner in das Glas, stete Perlage – fein. Daumen hoch für einen Klassiker. Preis: ca. 45 Euro.

Agrapart & Fils zeigt der Venus Blanc de Blancs
Von Agrapart & Fils zeigt der Venus Blanc de Blancs mal so richtig klasse! Was für ein Tropfen kommt da aus einer 1959 bepflanzten Parzelle im Grand Cru Avize an der Côte de Blancs… Fünf Jahre Feinhefe resultiert einen diamantenes Farbspektrum. Feine Perlage, Frischenoten von Pfirsich mischen sich mit feiner floraler Zitrusnote. Das ist ein Tropfen für den ganz besonderen Moment, da legen wir uns fest! Hochzeit, Heiratsantrag, Neuwagenkauf oder opulentes Austernmenü: hier kommt der flüssige Begleiter. Ein rassiger Profi aus Avize, den KierdorfWein da importiert und in Deutschland vertreibt. Eine absolute Empfehlung: alle Daumen hoch. Preis: ca. 200 Euro. Nicht günstig, aber jeden Euro wert ist dieser 2010er. Empfehlung für diesen Chardonnay: Fischmenüs, Meeresfrüchte.

Billecart-Salmon (Extra Brut)
Champagne Billecart-Salmon (Extra Brut) ist eine Art Klassiker des Hauses. Warum? Weil hier alle drei Rebsorten eingesetzt werden (Chardonnay 30%, Pinot Meunier 45%, Pinot Noir 25%). 12% Alkohol werden begleitet von 7,8 g/L Säure. Mit dem Extra Brut haben Weinbergmeister Denis Blée und Chef-Önologe François Domi ein rundes Produkt in die Flasche gebracht. Frische bei sieben Grad Trinktemperatur, werden von leichter Zitrus und zarten Apfelaromen begleitet. Ein warhaftiger Klassiker aus Mareuil-sur-Ay. Motto: zugreifen! Preis: ca. 40 Euro.

AR Lenoble Dosage Zero
Champagne AR Lenoble, Dosage Zero, 12,5 % Alkohol. Ein klassischer "Mischling" kommt hier in die Gläser: 30% Chardonnay, 35% Pinot Noir, 35% Pinot Meunier. Gute 100 Jahre ist das Weingut alt, bemerkenswert: stets in Familienbesitz. Der Champagner ist ein richtig trockenes Tröpfchen mit steter Perlage und schönen gelb-goldenen Reflexen im Glas. Ohne den Begriff Alleskönner überstrapazieren zu wollen, aber das ist solch ein Champagner: gerade und nicht "drüber", trinkbar für alle Momente. Es darf auch mal Fleisch sein als Begleiter oder auch perfekt vorstellbar zum Dessert. 12,5% Alkohol sind ein toller Begleiter und Korrespondent zu klassischen Menüs. Erschwinglich und treffsicher: Preis liegt bei genügsamen 35 Euro.

Pascal Doquet Le Mesnil Sur Oger
Der Pascal Doquet Le Mesnil Sur Oger Grand Cru kommt aus Vertus. Parker spendierte hier gut 94 Punkte. Klar, es ist Chardonnay. Reinsortig, von fünf verschiedenen Parzellen. Stolze zehn Jahre Flaschengärung resultieren diesen schönen Champagner. Im Glas: eine stete Perlage. Brioche, Mandel, feine Zitrusaromen zeigen sich. Die alten Reben haben hier ganze Arbeit geleistet; goldgelbe Farbe, fruchtiger Duft. Die Textur des Champagner erscheint komplex, vollmundig. Feine Perlage und reger Intensität. Speisen: Chardonnay? Na klar: Fisch immer gerne, aber auch alles andere aus dem Wasser. Meeresfrüchte, Krebs etc. – passt! Dieser feine 2005er hat einen mehr als vertretbaren Preis: ca. 50 Euro.

Special Club Champagne Pierre Gimonet 2010
Von Champagne Characters aus Erlangen, kommt ein ganz besonderer Gast in die Gläser: Special Club Champagne Pierre Gimonet 2010. Seit den 1930er Jahren produziert die Familie Gimonnet (aus Cuis/ Côtes de Blancs) Champagner. Der Special Club ist ein 100%iger Chardonnay (61% Cramant Grand Cru, 23% Chouilly Grand Cru, 14 % Cuis 1er Cru und 2% Vertus 1er Cru). Von diesem Jahrgang wurden nur 16.000 Flaschen abgefüllt. Mindesten fünf Jahre auf der Hefe. Dosage: 5 g/L, 12,5% Vol., Milchsäuregärung. Ein Chardonnay, der sich mit Fischgerichten und Meeresfrüchten gut versteht! Und für Chardonnay-Liebhaber: gerne auch einfach mal so! Toller Tropfen, Daumen ganz oben! Preis: ca. 50 Euro.

Jacob Robert Brut Tradition
Mit dem Jacob Robert Brut Tradition resultiert ein Champagner aus Pinot Noir (2/3) und Chardonnay (1/3). Über G. M. Gust (Rosengarten) kam dieser Champagner in die Redaktion. Der Chardonnay ist nicht zu präsent, Brioche und ein wenig reife Frucht zeigt sich. Ein solider Champagner, der gerne als Aperitif zu dem ein oder anderen Trüffelhäppchen oder auch Geflügel gereicht werden kann. Durch Chardonnay: natürlich immer gerne zu Fischgerichten oder auch hellem Fleisch. Preislich interessante 27 Euro sind hier zu veranschlagen.

De Saint Gall Brut Millesime 2009
Champagne De Saint Gall Brut Millesime 2009 1er Cru: ein 100%iger Chardonnay. Das ist der Begleiter für Fisch, logisch. Aber auch gerne für das Glas "Zwischendurch". Denn Chardonnay passt ja eigentlich immer! 12,5% Vol. werden begleitet von den Aromen Zitrone und Ananas. Aperitif, Krebs/Krustentier, helles Fleisch: alles möglich. Ein Allrounder unter den Champagnern – trotz Chardonnay als einzige Rebsorte. Die Reinsortigkeit resultiert eine schöne Eleganz, die Perlage ist stetig und eine schöne Frische zeigt sich. Ein rundes und elegantes Produkt! Daumen hoch für den 2009er. Dieser gold-gelbe Tropfen liegt preislich bei etwa 45 Euro.

Jacques Picard Brut Réserve
Der Jacques Picard Brut Réserve: 75 % Chardonnay, 20 % Pinot Meunier, 5 % Pinot Noir. Sechs Monate in Fässern gereift, kommt dieser Champagner gold-gelb daher. Eine wilde Perlage zeigt sich, frische Aromen präsentieren sich im Glas. Der hoge Chardonnay-Anteil prädestiniert ihn zu einem Begleiter in Sachen Fisch oder auch Meeresfrucht. Aber: Chardonnay-Liebhaber sehen diesen Champagner sicher auch als Aperitif-Getränk. Dieses Produkt aus Berru ist für etwa 30 Euro zu haben.

Alfred Gratien Brut Millésimé 2004
Champagne Alfred Gratien Brut Millésimé 2004: Ein Produkt aus einem Haus, das seit 1864 Champagner herstellt. Alte Tradition aus Épernay, die 12,5% Vol. hervorbringen. 66% Chardonnay, 24% Pinot Noir und 10% Pinot Meunier wurden hier verarbeitet. Sieben Jahre auf der Flasche formen diesen Champagner zu einem frischen und aromatischen Tropfen. Fischgerichte und Meeresfrüchte, oder aber auch helles Fleisch passen zu diesem Champagner. Daumen hoch für den 2004er! Preis ca. 55 Euro.

André Roger Grande Réserve Grand Cru
Champagne André Roger Grande Réserve Grand Cru: Verwendet wurden für diesen Roger Chardonnay (25%) und Pinot Noir (75%). Die Geschichte der Produzenten geht bis in das Jahr 1876 zurück. 19 Parzellen besitzt André Roger. Die Produktionsmenge des Herstellers kann je nach Jah bis zu 50.000 Flaschen betragen. Der Grande Réserve Grand Cru hat fruchtige Aromen, ein wenig Aprikose, Zitrusnoten. 7,1 g/L Säure und 12% Vol. kommen mit diesem Champagner in das Glas. Perlage: fast wild. Ein All-Day-Champagner zu Dessert oder Aperitif. Preis: ca. 35 Euro.

André Roger Millésime 2009 Brut
Über Ardau Weinimport GmbH kam dieser Champagne André Roger Millésime 2009 Brut in den Test. Dieser Teropfen ist ein kleiner Alleskönner. Gerne zum Aperitif oder auch zu leichten Fleisch- oder Fischspeisen. 85% Pinot Noir, 15% Chardonnay machen es möglich. Restzucker liegt hier bei 12 g/L, Säure: 7,6 g/L. Der Champagner ist mit einer starken Perlage gesegnet, fast ein Hummeltanz. Zitrusaromen, ein wenig süße Frucht, Birne/Brioche. Der 2009er ist ein schönes Beispiel für ein gutes Preis/Leistungs-Verhältnis. Ab damit ins Glas! Preis: ca. 35 Euro.

Pommery Cuvée Louise 2004
Wenn Pommery, dann Cuvée Louise 2004! Der letztjährige Sieger "Prickelnde Empfehlung" ist auch diesjährig ein "Begeisterer". Über diesen Champagner wurde schon so ziemlich alles geschrieben und lobend in Erwähnung gebracht… und dies auch völlig verdient! Kraftvoll, goldgelb, tolle Perlage mit schönen Reflexen. Doch nicht nur gut aussehen kann dieser Champagner. Fruchtige Nuancen werden von Marzipan-Birne begleitet, tolle Mineralik im Glas. 12,5% Vol. stehen als Begleiter für die All-Time-Klassiker bereit: Auster/Meeresfrucht, gerne auch der Bretonische Hummer. Ein Pommery, den man sich unbedingt anschauen sollte… oder besser: austrinken sollte. Von diesem Champagner bekommt man nie genug. Versprochen. Schon kein günstiges Produkt, aber die Geschmackserlebnisse lassen den schnell vergessen: Preis ca. 150 Euro.

Ruppert-Leroy Les Cognaux Pinot Noir
Ruppert-Leroy Les Cognaux Pinot Noir Brut Nature kam über Champagne Characters OHG in die Redaktion. Wie es der Name schon sagt: reinsortig, Pinot Noir. 12% Vol. stemmt der Champagner in die Gläser, Dosage: 0! Sechs Monate dunkles Barrique und zwei Jahre Hefe empfehlen sich zu Gänseleber oder auch leichten Fleischspeisen. Als Aperitif: ohnehin. Dieser Champagner ist kein überall zu beziehender Tropfen, viele Flaschen dürften davon nicht existieren. Nur wenige Hektar nennt das kleine Weingut sein Eigen. Der Les Cognaux ist ein mehr als interessantes und geradliniges Produkt. Auf Ton-Kalk-Boden geboren, besitzt er eine feine Mineralik. Daumen hoch für diesen Tropfen! Preis: ca. 45 Euro.

AR Lenoble Intense
Bereits vor zwei Jahren war ein AR Lenoble bei uns im Test. Mit dem Intense kommt der Klassiker des Hauses in die Gläser. Da hat Epernay was Gutes geliefert. Assemblage aus Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier, resultiert ein freinfruchtiges Tröpfchen. 90 Punkte gibt der Wine Spectator für diesen Champagner, der durch eine stete Perlage überzeugt. Sehr elegant für diese Preisklasse ist der Intense. Komplex, Grapefruit und ein wenig Pfirsich überzeugen die Tester. All-Day-Wine, gerne auch mal als Champagner für das Frühstück! Warum? Brioche passt, eigentlich auch leichte Fischspeisen wie Lachs. Also: Ab auf die Einkaufsliste! Preis: gut 30 Euro.

Jacques Picard Prestige 2005
Jacques Picard Prestige 2005: 60% Chardonnay, 20% Pinot Meunier, 20% Pinot Noir sind die verwendeten Rebsorten. Ein Jahrgangs-Champagner aus Berru, der wunderbar zu Fischgerichten passt. Nicht zu dominant ist der Chardonnay, ein Plus. Goldgelb im Glas, ein langes Finish macht diesen Champagner besonders. Im Gaumen ein spürbar cremiger Abgang bei feiner Perlage. Brioche, Apfel, leichte Zitrus. Preislich bei etwa 50 Euro.

Billecart-Salmon Vintage 2006
Ein Neuling im Feld: Champagner Billecart-Salmon, Vintage 2006. Aus Bingen (Eric Calzolari) kommt dieser Champagner zum Test angereist. Eine Cuvée zweier Rebsorten (Pinot Noir 2/3 und Chardonnay). Eine knackige Mineralität mit gold-gelber Farbe erscheint im Glas. Klassisch in Richtung Brioche, hat der Extra Brut 12% Alkohol. Nun, auch hier zeigt sich die "Stärke" des Chardonnay-Anteils: gerne zu Fischspeisen, Meeresfrüchten oder Krustentieren. Aber auch zu leichten, hellen Fleischsorten wäre der Champagner passend. Noten von Apfel, Trockenfrüchten und Zitrus unterstützen die Komplexität dieses Vintage 2006. Preis: 65 Euro.

Drappier Brut Nature
Drappier Brut Nature – Pinot Noir Zero Dosage. 100% Pinot Noir. Pfirsichnote meets feine Beere. Alte Kellergewölbe aus dem 12. Jahrhundert sind zwar kein Garant für einen guten Champagner, zeigen aber Tradition. Drappiers Großvater, Georges Collot, setze einst auf Pinot Noir. Eine Generation und viele Sonnenstunden später kommt dieser 12%ige Champagner auf den Markt. Gezielt, treffsicher und nicht experimentell: Preis ca. 30 Euro. Toll. Ein Preis zum Verlieben!

Pascal Doquet Blanc de Blancs
Und wieder ein Neuling: Pascal Doquet, Blanc de Blancs. Ein Récoltant Manipulant (RM) im Feld. Winzer Champagner also, keine Genossenschaft oder ein Champagnerhaus. 13 ha "beackert" Pascal Doquet heute, hat überwiegend Chardonnay als Rebsorte, welche über verschieden Böden verteilt sind (Côte des Blancs, Mesnil-sur-Oger, Vertus, Bergères-les-Vertus, Le Mont Aimé, Bassuet und Bassu). Mit dem Blanc de Blancs kommt ein straffer und frischer Chardonnay (100%) in die Flasche – und von dort in die Gläser. Das Weingut hat sich erst 2004 auf dem Markt bemerkbar gemacht, hat allerdings traditionell eine viel längere Geschichte. Bereits seit 1982 hat Pascal Doquet Erfahrungen in der Champagne sammeln können. Das Produkt: Fusch und Aperitif. Und für Chardonnay-Liebhaber: All-Day! Preis: ca. 40 Euro.

 

 

Champagner (rosé)

Drappier Grande Sendee 2008
Drappier ist kein Unbekannter. Aber der Grande Sendee 2008 ist ein "Frischling" für uns gewesen. Nach dem Test befragt, war das eine Empfehlung. Der Rosé bietet eine florale Vielfältigkeit und steht lange im Gaumen. Erdbeere dominiert neben zarten Himbeeraromen. Assemblage – klar. Hier: 92% Pinot Noir und lediglich 8% Chardonnay. Eine interessante und äußerst seltene Mischung. Resultat: gelungen. Es ist ein wildes Perlenspiel mit stetem Absprung am Moussier Punkt. Diese Frische hat absolut überzeugt – und dies sicher nicht nur, weil der Preis durchaus "anständig" ist. Mit etwa 50 Euro ist der Drappier ein bezahlbarer Fingerzeig und eine Kaufempfehlung zugleich. Ab in den Warenkorb und zu frischen Vorspeisen und fruchtigen Desserts genossen!

Duval-Leroy Rosé Prestige Premier Cru
Der Champagne Duval-Leroy Rosé Prestige Premier Cru ist ein Produkt aus Premier Cru Chardonnay und Pinot Noir. Die Flasche fällt auf, keine Frage. Formschön kommt sie daher. Doch auch geschmacklich ist dieser Rosé eine Geschmack-Reise wert. Rote Frucht kommt durch, ein wenig Kirsche, Erd- und Waldbeere. Der Champagner für einen süßen Ausklang – oder ein Intro mit leichten Häppchen. Ein Sommertraum kann dieser Champagner sein, aber auch im Winter durch Feigen- und Ingweraromen ein exzellenter Begleiter! Preis etwa 55 Euro.

Alfred Gratien Brut Rosé
Alfred Gratien Brut Rosé: helles Rosé im Glas, sehr feine Perlage, eine schöne dezente Frucht im Gaumen. Die besten Crus kommen hier in die Flaschen (Côte des Blancs für den Chardonnay, Montagne de Reims für den Pinot Noir und das Marne-Tal für den Pinot Meunier). Aromen von Him- und Erdbeere bei 12,5% Vol. mixen sich zu einem klassischen Rosé. Zum Dessert – aber auch als Aperitif – sicher die richtige Wahl. Sekt-Primus Henkell & Co. Hat das Haus 2000 übernommen. Der Qualität hat das in keinster Weise einen Abbruch getan. Ein bezahlbarer Champagner, der durch eine hohe Qualität besticht. Preis: ca. 40 Euro.

Jacob Robert Brut Rosé
Der Champagne Jacob Robert Brut Rosé kam über Gisela Marie Gust (Rosengarten) in die Redaktion. Das kleine familiengeführte Champagnerhaus produziert diesen Tropfen aus einer Assemblage aus Pinot Noir (73% weiß) und Pinot Noir (27% rot). Vier Jahre liegt dieser Champagner mindestens im Keller, heraus kommt ein fruchtig-frisches Produkt, das erd- und Himbeere erfahren lässt. Eine feine Perlage entwickelt sich im Glas. Ein Champagner, der sich mit Früchten gut verträgt, gerne aber auch als Aperitif vor dem Dinner seinen Platz finden kann. Viel Spaß mit einem Champagner, der mehr als bezahlbar ist! Preis: ca. 30 Euro

Jacques Picard Brut Rosé
Champagne Jacques Picard Brut Rosé kommt von einem Champagnerhaus in Berru, unweit von Reims. 17 Hektar eigene Weinberge hat Picard. Geprägt sind die Champagner – natürlich – stark durch den Boden. Hier: mineralisch, kreidehaltig. 170.000 Flaschen produziert das Haus in etwa jährlich. Der Brut Rosé resultiert aus 60% Chardonnay, 20% Pinot Noir und 20% Pinot Meunier. Rote Frucht, na klar. Leite Zitrus-Noten und ein schöner cremiger Gaumen. Ein Champagner, gerne zum Dessert serviert. Und natürlich auch als Aperitif. Preis: ca. 35 Euro.

De Saint Gall Brut Rosé
Mit dem Champagner De Saint Gall Brut Rosé kommt ebenfalls ein Neuling ins Testfeld geflattert. 12,5% verbergen sich hinter diesem kräftig farbigen Rosé. Die Assemblage aus Chardonnay und Pinot Noir ist durchaus gelungen, das kann man sagen. Ein Champagner für viele Anlässe, gerade auch für die Sommermonate. Aber auch zum Fest ein toller Begleiter: rote Früchte und eine kräftige Frische konnten im Test überzeugen. Erd-, Wald- und Himbeere, die Nase bekommt etwas geboten. Schön zu hellem Fleisch, als Aperitif ohnehin! Zwei Daumen hoch für einen bezahlbaren und tollen De Saint Gall Brut Rosé. Preis ca. 40 Euro.

André Roger Grand Cru Vieilles Vignes Rosé
Champagne André Roger Grand Cru Vieilles Vignes Rosé: mindestens 36 Monate Hefe und 45 Jahre alte Rebstöcke sind Eckdaten dieses Champagners. Reinsortig Pinot Noir, Auszeichnung Grosses Gold Mundus Vini 2016. Ein schöne und feine Perlage macht sich im Glas bemerkbar. Eine tolle Frische und die Aromen von Er- und Waldbeeren zeigen sich. Im Gaumen hält sich das Aroma, wirkt nach, die Frucht entwickelt sich harmonisch. Ein schöner Rosé, mit bezahlbarem Preis: ca. 40 Euro.

Pommery Rosé Apanage
Aus Reims kommt der Pommery Rosé Apanage in die Gläser geflogen. Wie auch im vergangenen Jahr ist das Champagner Haus wieder vertreten – aber das erste Mal mit dem Apanage. Bei den gekühlten sechs Grad entfaltet der Pommery eine tolle Frische, volle Beere offeriert sich in der Nase. Apfelig kommt er daher, mit einer reifen und beständigen lieblichen Note. Sämtliche Preise hat der Apanage schon in der Tasche (Berliner Wein Trophy, Mundus Vin, AWC) – und dies völlig verdient. Rebsorten: Pinot Noir, Pinot Meunier, Chardonnay (42%). Einer stete Perlage mit tollen Reflexen. 12,5% Vol., toastige Aromen, reife Frucht: ein leidenschaftlicher Preis ab ca. 65 Euro. Daumen hoch!

Champagne de Castelnau Rosé Brut
Dieser Rosé hat sich eine ungewöhnliche Kombination ausgesucht: 35 Prozent Chardonnay, 14 Prozent Pinot Noir und 51 Prozent Pinot Meunier. Ein Champagner der den Namen Brut verdient. 4,6 g/l Restzucker und ebenso 4,6 g/l Säure. Farblich zwischen Grapfruit und Lachs. Noten von Kirschen und reifen feinen Früchten sind vernehmbar. Ein leichter und zarter Tropfen für viele Gelegenheiten. 12,5 Prozent Alkohol erscheinen passend als Starter mit Trüffel oder auch als Champagner zum Dessert. Preislich ca. bei 30 Euro.

Devaux Grande Réserve Brut
Dieser Champagner ist ein Blend aus verschiedenen Crus. 9,6 g/l Restzucker, 4,9 g/l Säure. Ein ausgewogenes Spiel, das von 12 Prozent Alkohol begleitet wird. Eine stete Perlage zeigt sich im Glas. 70 Prozent Pinot Noir und 30 Prozent Chardonnay wurden verarbeitet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: es ist ein wunderbar frisches Produkt, das komplex erscheint und Noten von Pfirsich und Apfel abliefert. Schon zu bekommen für: 25 Euro.

 

Fotos: Hersteller / Produzenten

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Zuletzt bearbeitet am 12/12/2017

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