Namibia: Kampf für den Schutz von Biodiversität und Arbeitsplätzen

Die deutsche Bundesregierung mobilisiert zusätzliche Mittel in Höhe von 13 Mio. Euro (ca. 250 Mio. NAD), um Namibia bei der Minderung von Herausforderungen im Naturschutz- und Tourismussektor zu unterstützen, die durch die COVID-19-Pandemie begründet wurden...

Internationale Reisebeschränkungen und weltweite Sperrmaßnahmen aufgrund der COVID-19-Pandemie führten in Namibia zu einem erheblichen Verlust touristischer Einnahmen, der signifikante Auswirkungen auf den Naturschutz- und Tourismussektor hat. Landesweit sind Arbeitsplätze und lebenswichtige Naturschutz-aktivitäten gefährdet, wodurch das Überleben der lokalen Gemeinden, der Wildtiere und Schutzgebiete riskiert wird. "Die 30-jährigen Bemühungen um den Aufbau des kommunalen Schutzprogramms Namibias sind ernsthaft gefährdet", erklärt Hon. Pohamba Shifeta, Minister für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus. "Etwa 60 Mio. NAD (ca. 3 Mio. Euro) der touristischen Einnahmen pro Jahr fließen an kommunale Schutzgebiete, zusätzliche 65 Mio. NAD (ca. 3,4 Mio. Euro) als Gehälter an Angestellte touristischer Unternehmen, die in diesen Schutzgebieten leben."

Die Bundesregierung unterstützt Namibias Kampf für den Schutz von Biodiversität und Arbeitsplätzen jetzt mit zusätzlichen Fördermitteln in Höhe von 13 Mio. Euro. Die Mittel zur Abfederung der wirtschaftlichen Verluste werden dem Ministerium für Umwelt, Forstwirtschaft und Tourismus über die KfW-Entwicklungsbank im Rahmen der "Conservation Relief, Recovery and Resilient Facility" zur Verfügung gestellt. 5 Mio. Euro werden über das vom "Community Conservation Fund of Namibia” (CCFN) durchgeführte "Poverty Oriented Support to Human Wildlife Conflict Management Project" geleitet. Ziel ist es, kommunale Naturschutzorganisationen und den lokalen Tourismussektor in diesen schwierigen Zeiten zu unterstützen.

Die Mittel werden u.a. dazu verwendet, die dauerhafte Beschäftigung von Wildhütern und Einheimischen zu sichern, die für Naturschutzbetriebe und Tourismusunternehmen arbeiten, sowie für die Umsetzung von Maßnahmen zur Prävention und Minderung des Mensch-Wildtier-Konflikts. 4 Millionen Euro sind für Maßnahmen zur Unterstützung von Nationalparks und Schutzgebieten vorgesehen, um nachteilige ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen von COVID-19 zu minimieren. Diese Maßnahmen sollen durch das bestehende Projekt "NamParks V" umgesetzt werden. Die Mittel sollen die Fortführung der Maßnahmen zur Verhinderung von Wilderei und Wildtierkriminalität sowie die laufende Überwachung und Umsetzung von Parkregelungen gewährleisten. Vier Millionen Euro sollen in ähnlicher Weise der Kavango-Zambesi Transfrontier Conservation Area (KAZA) zugutekommen, die in ebenso durch die Pandemie beeinträchtigt wurde.

Weitere Informationen zum Reiseziel Namibia unter https://www.namibia-tourism.com/.

Foto: Jürgen Goetz

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